Stadt fordert Vorfinanzierung

13. Januar 2018, 00:00

Durchgangsbahnhof Der Luzerner Durchgangsbahnhof soll in den Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/2035 aufgenommen werden. Das fordert der Stadtrat in seiner Stellungnahme zum entsprechenden Botschaftsentwurf des Bundes. Damit hält die Stadtregierung an ihrer früheren Forderung fest. Dies, obwohl die Zeichen aus Bern darauf hindeuten, dass die Realisierung des Durchgangsbahnhofs im Ausbauschritt 2030/2035 nicht berücksichtigt wird.

Dessen ist sich auch Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) bewusst: «Falls es das Gesamtprojekt nicht in den Ausbauschritt schafft, fordern wir daher zumindest, die Projektierung unverzüglich aufzunehmen und tragbare Möglichkeiten für eine Vorfinanzierung zu schaffen.»

Stadt und Kanton auf einer Linie

Diese Haltung deckt sich mit ­jener des Kantons Luzern (Ausgabe vom Mittwoch). Konkret würde dies bedeuten, dass der Kanton die Planung sowie den Bau zumindest in Teilen vorantreiben kann und die Garantie hätte, dass der Bund das Geld später zurückzahlt. «Derzeit ist das für den Bund kein übliches Vorgehen», sagt Borgula. Vorgesehen sei eine Vorfinanzierung auf eigenes Risiko, wie das der Kanton Zürich bei der Durchmesserlinie getan hat. «Luzern und auch andere Kantone können sich das jedoch in solchen Dimensionen nicht leisten.»

Der Stadtrat betont, dass der Durchgangsbahnhof auch nationale Bedeutung habe, schliesslich sei Luzern der drittgrösste Bahnhof der Schweiz. (std)


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