Widerstand gegen Tempo 30

ROTHENBURG ⋅ Eine Beschwerde beim Kantonsgericht verzögert die Einführung der 30er-Zone auf der Stationsstrasse.
12. Oktober 2017, 00:00

Die Stationsstrasse in Rothenburg soll auf dem Abschnitt zwischen Hermolingen und Flecken zu einer Tempo-30-Zone werden. Im gleichen Zug plant die Gemeinde, die Strasse an die zukünftigen Verkehrsbedürfnisse anzupassen, was unter anderem eine Lärmsanierung durch einen neuen Belag bedeutet.

Diese Pläne verzögern sich jetzt aber. Laut der Homepage der Gemeinde wurde gegen das bewilligte Bauprojekt beim Kantonsgericht Luzern Beschwerde eingereicht. Wie die Gemeinde auf Anfrage mitteilt, handelt es sich beim Beschwerdeführer um einen Anwohner, der durch die leicht angepasste Strassenführung aufgrund der Sanierung betroffen ist. Die Anpassung des Verkehrsregimes sowie die Sanierung der Stationsstrasse sind deshalb bis auf weiteres blockiert.

Kantonsstrasse ist nicht betroffen

Das Urteil des Kantonsgerichts zur Beschwerde ist noch ausstehend. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werde die Gemeinde wieder informieren, heisst es auf ihrer Homepage. Ziel der neuen Tempo-30-Zone ist es, auf der Stationsstrasse eine Verkehrsberuhigung zu erreichen. Der obere Teil der Stationsstrasse (zwischen Station und Eichenstrasse) ist von den Bauarbeiten für die Tempo-30-Zone und die Lärmsanierung nicht betroffen – bei diesem Abschnitt handelt es sich um eine Kantonsstrasse.

Die Einführung einer Tempo- 30-Zone gab in Rothenburg bereits vor gut einem Jahr zu reden. Damals ging es um die Durchfahrtstrasse durch den Dorfkern. Dort führte der Kanton vom ­April 2014 bis März 2015 ein Pilotprojekt mit einer erstmaligen Einführung von Tempo 30 auf einer Kantonsstrasse durch. Das Ergebnis war aus Sicht des Kantons allerdings ernüchternd. Tempo 30 bringe insgesamt zu wenig, einzig lärmtechnisch habe es eine leichte Verbesserung gegeben; dies sei aber auch mit einem schallschluckenden Belag zu erreichen. Seither gilt im Zentrum wieder Tempo 50. (gjo)


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