Bund büsst Flixbus

17. März 2017, 00:00

Verstoss Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat den deutschen Reisebusbetreiber Flixbus wegen Verstosses gegen das Kabotageverbot mit 3000 Franken gebüsst. Das BAV nennt zwei Gründe für die Milde: Es sei die erste festgestellte Missachtung des Verbots. Zudem wolle das Unternehmen das inländische Transportverbot in Zukunft einhalten. Möglich wäre eine Busse von maximal 100000 Franken gewesen.

Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, bezeichnete die Busse indes als «lächerlich». Sie habe kaum symbolischen Charakter. Der SEV ruft in Erinnerung, dass er die unlautere Konkurrenz von Flixbus bereits seit langem kritisiere. Er verlangt vom BAV mehr Entschlossenheit und mehr Kontrollen. Flixbus selber ist der Meinung, nicht gegen das Verbot verstossen zu haben. Und: Die Fahrer würden die Fahrgäste nicht daran hindern können, den Bus früher zu verlassen, als auf dem Ticket vermerkt sei.

Beim sogenannten Kabotageverbot handelt es sich um den verbotenen Transport von Passagieren innerhalb der Schweiz durch ein ausländisches Unternehmen. (sda)


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