Kein SBB-Billett mehr am Kiosk

07. September 2016, 00:00

Billettverkauf red/sda. SBB-Billette an Postschaltern oder am Kiosk gibt es künftig nicht mehr: Die SBB beenden die Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern Valora, Post und Migrolino per 1. Januar 2018. Auch private Stationshalter können ab dann keine SBB-Billette mehr verkaufen. Die IG Stationshalter teilte gestern in einer Medienmitteilung mit, dass 30 Mitarbeiter aufgrund dieses Entscheids ihre Stelle verlieren werden. In der Zentralschweiz ist die Station in Nottwil im Kanton Luzern betroffen. Die IG Stationshalter schreibt weiter, dass sie den Entscheid der SBB nicht nachvollziehen könne.

5 Millionen Franken sparen

Aktuell vertreiben 52 Partnerverkaufsstellen im Auftrag der SBB ein reduziertes Billettsortiment. Der Anteil dieses Kanals am Gesamtabsatz sei über die letzten Jahre allerdings kontinuierlich gesunken, so die SBB. Zuletzt habe er deutlich unter einem Prozent gelegen. Im Gegenzug werden laut SBB laufend mehr Billette via Internet oder die App der SBB verkauft.

Mit dem Verzicht auf den Vertrieb über Dritte könnten Vertriebskosten von rund 5 Millionen Franken jährlich eingespart werden. Die SBB wollen sich im Gegenzug künftig auf ihre eigenen Vertriebskanäle fokussieren, wie es in der Medienmitteilung heisst.


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