BDP-Mann bezeichnet FDP als «Sauhaufen»

10. Oktober 2017, 00:00

Diskriminierung Denis Kläfiger, Präsident der BDP Luzern und Vorstandsmitglied der BDP Schweiz, hat die FDP gestern in einem Tweet frontal angegriffen und als «rückständigen Sauhaufen» betitelt. Kläfiger kritisierte die Freisinnigen, weil sie eine Ausweitung der Antirassismusstrafnorm auf Homosexuelle, Bisexuelle, Trans- und Intersexmenschen (LGBTI) ablehnen. Die Vernehmlassung für eine entsprechende Vorlage ging gestern zu Ende.

Kläfiger löschte später den Tweet und entschuldigte sich bei der FDP. Deren Parteizentrale äusserte sich nicht zur Provokation. Für die BDP scheint die Sache erledigt. «Ich bin froh, dass sich Denis Kläfiger entschuldigt hat», sagt BDP-Vizepräsident und Nationalrat Lorenz Hess.

Kläfiger kämpft politisch für LGBTI-Anliegen. Letzte Woche wurde er als Leiter des Ressorts Politik in den Vorstand des Zurich Pride Festival gewählt. Kläfiger betonte gegenüber unserer Zeitung, für seine konsequente LGBTI-Linie entschuldige er sich nicht. Für das Pride Festival im Juni 2018 werde er nur Politiker von Parteien als Redner einladen, die sich voll und ganz hinter die Anliegen der LGBTI-Gemeinschaft stellten.

Die nationalrätliche Rechtskommission hat eine Ausweitung der Antirassismusstrafnorm auf die «sexuelle Orientierung» und die «Geschlechtsidentität» erarbeitet, nachdem das Parlament einen Vorstoss des Walliser SP-Nationalrats Mathias Reynard angenommen hatte. (kä/sda)


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