Bund will Referenzpreise festlegen

17. Mai 2017, 00:00

Um Kosteneinsparungen bei Generika zu ermöglichen, hat der Bundesrat beschlossen, ein Referenzpreissystem für Medikamente, deren Patent abgelaufen ist, auszuarbeiten. Damit kann das Bundesamt für Gesundheit den Höchstpreis festsetzen. Die Massnahme bedingt eine Änderung des Krankenversicherungsgesetzes. Sie wird im Lauf des Jahres in die Vernehmlassung geschickt und soll 2020 in Kraft treten. Eine Allianz von Pharma- und Generikaindustrie sowie Ärzte- und Apothekernetzwerken wehrt sich gegen die Referenzpreise. Die Kampagne wird heute unter der Führung von Intergenerika gestartet. Dies, nachdem die Preisabstände zu den Originalpräparaten bereits angepasst worden sind. Demnach müssen Generika zwischen 20 Prozent bei kleinen und 70 Prozent bei grossen Marktvolumen günstiger sein als der Fabrikabgabepreis des Originalpräparats nach Patentablauf. (bbr)


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