Bundesrat will 470 Millionen Franken sparen

07. Oktober 2017, 00:00

Mit dem Tarif Tarmed rechnen Ärzte rund 4600 Leistungen in der Arztpraxis und im ambulanten Spitalbereich ab. Es geht um ein jährliches Gesamtvolumen von 10Milliarden Franken. Das Problem: Der Tarmed wurde seit seiner Einführung im Jahr 2004 nur punktuell angepasst und ist veraltet. Dass es eine Revision braucht, ist denn auch unbestritten. Doch Krankenkassen, Ärzte und Spitäler konnten sich nicht auf eine neue Version des Tarifs einigen. Darum sieht sich der Bundesrat gezwungen, nun einzugreifen und selber Anpassungen vorzunehmen. Konkret will er mit den Massnahmen die Transparenz erhöhen, Fehlanreize reduzieren und zu hohe Vergütungen für gewisse Eingriffe senken, die heute weniger lange dauern als bei der Einführung des Tarmed. So sollen gemäss den Berechnungen des Bundes jährlich insgesamt 470 Millionen Franken gespart werden. Es ist das zweite Mal, dass der Bundesrat in den Tarmed eingreift. (mbu)


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