Die SDA baut massiv Stellen ab

09. Januar 2018, 00:00

Medien Die sehr schwierige Lage der Schweizer Medien schlägt auf die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) durch. Die nationale Nachrichtenagentur wird umfassend reorganisiert. Das führt in den nächsten zwei Jahren zu einem Abbau von bis zu 40 der 180 Stellen. Obwohl die SDA die Verträge mit den wichtigsten Kunden erneuern konnte, rechnet sie wegen des grossen Preisdrucks mit einem Rückgang des Umsatzes um 9,6 Prozent auf 29,5 Millionen Franken, wie die Geschäftsleitung gestern mitteilte. Auf Ebene Betriebsergebnis dürfte ein Verlust von 1,9 Millionen resultieren. Vor diesem Hintergrund sei eine Restrukturierung unvermeidlich. Insgesamt werde es zu einem Abbau von 35 bis 40 Stellen kommen. Um den Stellenabbau abzufedern, sei ein Sozialplan im Umfang von 1,5 bis 2 Millionen vorgesehen, hiess es weiter. Mitarbeitenden, die von einer Entlassung betroffen seien, werde die Möglichkeit geboten, sich im Rahmen eines Outplacements beraten zu lassen.

Um die Zahl der Entlassungen so tief wie möglich zu halten, gilt bereits seit dem vergangenen Herbst ein Stellenstopp. Auslaufende Verträge mit Stagiaires werden nicht erneuert. Ferner kommt es zu Frühpensionierungen und Pensenreduktionen. Im Rahmen eines Konsultationsverfahrens erhalten die Kader und die Redaktionskommission der SDA die Gelegenheit, Vorschläge zur Restrukturierung einzubringen, um optimale Lösungen zu finden. Die Berichterstattung bei Wirtschaftsthemen übernimmt künftig die zur SDA-Gruppe gehörende Nachrichtenagentur AWP. Die SDA-Regionalredak­tionen liefern weiterhin Wirtschaftsmeldungen aus ihrer Region. Die SDA wird die Teams der Inland- und Auslandredaktion zusammenlegen. Die Berichterstattung über nationale und internationale Themen aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Gesellschaft und Sport ist gewährleistet. Der Umfang nimmt jedoch ab. Das Netz der Regionalbüros an 13 Standorten in der Schweiz bleibt erhalten. (sda)


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