Ein Drittel mehr Auslandeinsätze

12. April 2018, 00:00

Sicherheitsfirmen Die Branche der privaten Sicherheitsdienstleister boomt. Seit der Einführung des Bundesgesetzes sind Schweizer Unternehmen verpflichtet, ihre Einsätze im Ausland den Behörden zu melden. 2017 gingen 450 solcher Meldungen ein. Gemäss Tätigkeitsbericht ging es in über der Hälfte der Einsätze um Personenschutz und die Bewachung von Gütern und Liegenschaften. Diese Tätigkeiten nahmen im Vergleich zum Vorjahr stark zu, von 114 im Jahr 2016 auf 279 im letzten Jahr.

Die Behörden leiteten insgesamt 18 Prüfverfahren ein, dreimal mehr als noch ein Jahr zuvor. Zu diesem Schritt greifen sie, wenn Anhaltspunkte bestehen, «dass die geplanten Tätigkeiten mit dem Zweck des Gesetzes in Konflikt stehen könnten». In 13 Fällen konnte dieser Verdacht nicht begründet werden, in drei Fällen verzichtete das Unternehmen auf die beabsichtigte Tätigkeit, und in zwei Fällen wurde die Mission verboten. Etwas mehr als die Hälfte der bewilligten Einsätze wurden in Nordafrika und im Nahen Osten erbracht. In Jordanien und Bahrain hätten auch die beiden verbotenen Tätigkeiten stattfinden sollen. Im einen Fall bestand das Risiko, dass der Einsatz bei Menschenrechtsverletzungen hätte von Nutzen sein können. Im anderen Fall begründete der Bund das Verbot mit «Bedenken in Bezug auf die regionale Stabilität». (sda)


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