Einwanderung aus der EU auf Tiefstand

AUSLÄNDERSTATISTIK ⋅ Die Nettozuwanderung aus europäischen Ländern ist im ersten halben Jahr um einen Fünftel zurückgegangen.
18. Juli 2017, 00:00

Die Schweiz ist für Einwanderer nicht mehr so attraktiv: Das zeigen die neuesten Statistiken des Staatssekretariats für Migration (SEM). Im ersten Halbjahr 2017 sind demnach unter dem Strich rund 12 Prozent weniger Menschen in die Schweiz eingewandert als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Vor allem aus den EU/Efta-Staaten hat die Zuwanderung erneut abgenommen. Die Nettozuwanderung aus diesen Staaten ging von Januar bis Juni um gut einen Fünftel zurück, wie das SEM gestern mitteilte. Demnach reduzierte sich der Wanderungssaldo im zweiten Quartal auf 6477 Personen das ist der tiefste Wert seit dem zweiten Quartal 2005.

Gesamthaft wurden 44034 Zuwanderer aus der EU/Efta registriert. Das sind 7,6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Ausgewandert sind im gleichen Zeitraum 27222 Personen, was einer Zunahme von 1,8 Prozent entspricht.

Insgesamt wanderten von Januar bis Juli 2017 63830 Personen in die Schweiz ein, was im Vorjahresvergleich einer Abnahme um 6 Prozent entspricht. Gleichzeitig nahm die Auswanderung um 2,3 Prozent auf 35411 Menschen ab. Somit lag die Nettozuwanderung insgesamt mit 25526 Personen um 11,9 Prozent tiefer als in der Vorjahresperiode.

Per Ende Juni lebten genau 2042132 Ausländer in der Schweiz, die Hälfte stammt aus den EU-Staaten Italien (15,6 Prozent), Deutschland (14,9 Prozent), Portugal (13,2 Prozent) und Frankreich (6,3 Prozent). (sda)


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