ETA-Aktivistin kommt frei

16. September 2017, 00:00

Justiz Frei, nicht frei und nun doch auf freiem Fuss. Die ETA-Aktivistin Nekane Txapartegi ist nach 17 Monaten in einem Schweizer Gefängnis freigelassen worden. Vor dem definitiven Entscheid sorgten die Behörden jedoch für Verwirrung. Zunächst hob die Schweiz die Auslieferungshaft auf. Denn Spanien hatte seinen Auslieferungsantrag zurückgezogen, weil ein Gericht die gegen die Baskin verhängte Strafe für verjährt erklärt hatte.

Aus der raschen Abwicklung wurde aber nichts. Bis am frühen Abend war die Baskin nicht auf freiem Fuss, obwohl das Bundesamt für Justiz die Papiere am Mittag nach Zürich geschickt hatte. Der Kanton Zürich beantragte Auslieferungshaft und setzte Txapartegi in Vorbereitungshaft. Grund für die nicht erfolgte Haftentlassung war offenbar ein abgelehntes Asylgesuch der Baskin. Der Fall schien sich weiter in die Länge zu ziehen. Stunden danach, kurz nach 20 Uhr vollzogen die Zürcher Behörden dann eine weitere Wende und liessen die Baskin frei. (sda)


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