FDP holt auf, CVP stürzt ab

13. Oktober 2017, 00:00

Parteien Seit den Wahlen vom Herbst 2015 haben ein Dutzend Kantone ihre Legislativen erneuert. Dabei galt es rund die Hälfte der 2609 Parlamentssitze neu zu besetzen. Als klare Siegerin steht nach all diesen Urnengängen die FDP fest. Die Partei gewann 21Mandate hinzu und kommt aktuell auf insgesamt 566 kanto­nale Parlamentssitze. Einzig in Schwyz, Schaffhausen und im Wallis gab es leichte Verluste. Damit trennen die FDP nur noch 12 Sitze von der führenden SVP. Diese konnte zwar zunächst ebenfalls zulegen – so in Uri, St.Gallen und Thurgau.

Seit einem Jahr tritt sie aber an Ort, und in diesem Frühling setzte es in Solothurn, Neuenburg und der Waadt gleich drei Niederlagen in Serie ab. Die ärgste Schlappe kassierte die SVP in Neuenburg, wo sie nach parteiinternen Querelen elf Sitze auf einen Schlag einbüsste. Unter dem Strich resultiert für die Partei seit 2015 ein Minus von vier auf total 578 Sitze.

Für die SP halten sich Erfolge und Niederlagen in etwa in Waage. Mit derzeit 457 Mandaten (+3) kann die Partei ihren Besitzstand sogar leicht ausbauen. Anders die CVP, die mit einer Ausnahme in sämtlichen Kantonen Federn lassen musste, besonders in Freiburg (–4) und in ihren Stammlanden im Wallis (–6). Der gebeutelten Partei verbleiben 426 Sitze, 24 weniger als Ende 2015. (sda)


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