Fernbusse in Schranken weisen

11. April 2018, 00:00

Personentransport Der Nationalrat glaubt nicht, dass Fernbusse die Bahn in Bedrängnis bringen können. Er hat neue Einschränkungen abgelehnt. Anderer Meinung ist die Verkehrskommission des Ständerats. Sie will nun in der Vorlage zur Organisation der Bahninfrastruktur Regeln zum Schutz vor Rosinenpickerei durch private Fernbusunternehmen verankern. Der Entscheid fiel mit 10 zu 1 Stimmen deutlich aus. Im Gegensatz zum Bundesrat möchte die Kommission ausserdem, dass das Öffentlichkeitsprinzip für den öffentlichen Verkehr weiterhin gilt. Sie begrüsst, dass Passagiere bei Verspätungen künftig eine Entschädigung erhalten sollen. In der Gesamtabstimmung hat die KVF die Vorlage geschlossen angenommen.

Einstimmig abgelehnt hat sie eine Motion aus dem Nationalrat, die ein nationales Konzept für Busterminals verlangt. Die grosse Kammer kritisiert, dass private Reisebusunternehmen kaum Haltemöglichkeiten in Städten haben. Die Zulassung nationaler Fernbuslinien verschärfe das Problem noch. Nach Ansicht der Ständeratskommission muss das Problem jedoch auf Kantons- und Gemeindeebene gelöst werden. (sda)


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