Finanzierung einheitlich regeln

08. Januar 2018, 00:00

Dolmetscher Wenn Flüchtlinge Europa erreichen, sind sie häufig vom Erlebten traumatisiert. Eine generell hohe Hürde in der Behandlung stellt die Verständigung dar. In vielen Fällen muss der behandelnde Psychiater einen Dolmetscher beiziehen. Die meisten Kantone würden heute keine Subventionen für Dolmetscherdienste im Gesundheitsbereich ausrichten, schrieb der Zürcher Regierungsrat 2016 in einer Antwort auf ein Postulat.

Auf Nachfrage erklärt die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK), sie habe keinen Überblick über die Situation der Kantone. Jedoch haben Bund und Kantone unterdessen den Handlungsbedarf anerkannt. Das Bundesamt für Gesundheit prüft zurzeit, ob die Finanzierung von Dolmetscherdiensten einheitlich geregelt werden kann. Den Kantonen schwebt dabei eine Lösung auf Bundesebene vor. Dies würde zu mehr Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit führen, hiess es. (sda)


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