Genaue Zahl der Vorfälle ist nicht bekannt

14. August 2017, 00:00

Den Begriff «aerotoxisches Syndrom» verwenden Wissenschafter für gesundheitliche Probleme, die durch verschmutzte Kabinenluft verursacht werden. Auslöser sollen Giftstoffe sein, die Teil des Triebwerköls sind. Diese können über die Frischluftzufuhr in die Flugzeugkabine gelangen, weil fast alle Verkehrsflugzeuge mit einer so genannten Zapfluftanlage ausgerüstet sind. Mit dieser Technik wird Luft bei den Triebwerken abgezapft und in die Kabine geführt. Bereits im Normalbetrieb können in Flugzeugkabinen deshalb Rückstände von Giftstoffen in geringer Konzentration festgestellt werden. Daneben kommt es auch immer wieder zu Zwischenfällen, in denen grössere Mengen der gefährlichen Dämpfe in die Kabine gelangen. Sie werden in Smoke- (Rauch) und Smell-Events (Geruchsvorfälle) unterteilt und durch Dichtungsprobleme am Triebwerk verursacht. Piloten klagten danach etwa über Übelkeit oder Unwohlsein. Wie oft es zu solchen Vorfällen kommt, ist nicht bekannt. Die Autoren der vom WHO veröffentlichten Studie beklagen das fehlende Datenmaterial. (dow)


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