Kantone für Ambulant-Zwang

20. Mai 2017, 00:00

Gesundheitswesen Die Kantone wollen geplante Spitalaufenthalte nur noch vergüten, wenn medizinische Gründe gegen einen ambulanten Eingriff sprechen. So sollen jährlich 500 Millionen Franken eingespart werden. Dies gab die Konferenz der kanto­nalen Gesundheitsdirektoren (GDK) gestern nach der zweitägigen Tagung in St.Gallen bekannt. Sie verweist auf eine Studie.

Diese zeigt auf, dass etwa eine am­bulante Meniskusoperation für ­Zusatzversicherte 2400 Franken kostet, stationär schlagen hingegen 13 200 Franken zu Buche. Die GDK empfiehlt den Kantonen, den Beispielen von Luzern und Zürich zu folgen. In beiden Kantonen sollen unnötige Hospitalisationen vermieden werden, indem die Kantone eine Liste mit Eingriffen festlegen, welche ambulant statt stationär erfolgen sollen. (sda)


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