Laut Umfrage 76 Prozent für Burka-Verbot

08. Januar 2018, 00:00

Verschleierung Einem Burka-Verbot würden derzeit 76 Prozent der Stimmenden zustimmen. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag von «Sonntags-Zeitung» und «Le Matin Dimanche». Die Verteilung sieht dabei wie folgt aus: Fast 60 Prozent der Befragten würden ein landesweites Verschleierungsverbot, wie dies die Initiative des Egerkinger Komitees um den Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann verlangt, «sicher» annehmen, weitere 16,5 Prozent würden ein Verbot «eher» annehmen.

Nur 13 Prozent der Befragten sprachen sich klar gegen ein Verbot aus, weitere sieben Prozent gaben an, sie wollten «eher» ein Nein in die Urne legen. Nur drei Prozent der Befragten sagten, sie hätten sich noch nicht entschieden. Nicht ganz so deutlich sahen die Mehrheitsverhältnisse bei der Frage nach einem Kopftuchverbot für Schulen aus: 69 Prozent der Befragten waren dafür oder eher dafür, 29 Prozent dagegen oder eher dagegen. Zwei Prozent antworteten mit: «Weiss nicht.»

Relative Mehrheit für SP-Vorschlag

Die Umfrage zeigt auch, dass die Schweizer Bevölkerung zwar Burka oder Niqab ablehnen, nicht jedoch den Islam als Religion. Eine relative Mehrheit von 48 Prozent der Befragten stimmten dem Vorschlag der SP zu, muslimische Gemeinden analog zu den Kirchen staatlich anzuerkennen. Vor­aussetzung ist, dass diese Gemeinden sich zu einem gemässigten Islam bekennen und sich transparent organisieren.

20 Prozent der Teilnehmenden erklärten, sie seien für den Vorschlag der SP, weitere 28 waren «eher dafür». Insgesamt 42 Prozent der Befragten sind gegen die Idee einer staatlichen Anerkennung: «Eher dagegen» waren 14 Prozent, ganz auf Ablehnung stiess der Vorschlag bei 28 Prozent der Befragten. Zehn Prozent hatten keine Meinung zu dem Vorschlag. Die Umfrage wurde zwischen dem 7. und 18. Dezember durchgeführt. (sda)


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