Mehr Geld für kranke Kinder

09. November 2017, 00:00

Unterstützung Wer ein schwerkrankes oder schwerbehindertes Kind zu Hause pflegt, erhält ab dem 1. Januar einen höheren Beitrag der Invalidenversicherung. Der Bundesrat hat eine Gesetzesänderung auf diesen Zeitpunkt in Kraft gesetzt. Das Parlament hatte die Erhöhung des Intensivpflegezuschlags in der letzten Frühjahrssession beschlossen. Mit der Massnahme sollen die betroffenen Familien entlastet werden.Schwerkranke oder schwerbehinderte Kinder haben Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung, auf einen Intensivpflegezuschlag (IPZ) und in bestimmten Fällen auf einen Assistenzbeitrag. Anders als die Assistenzentschädigung verpflichtet der IPZ nicht in jedem Fall dazu, eine Drittperson zur Pflege beizuziehen.

Der IPZ beträgt heute monatlich zwischen 470 und 1410 Franken. Künftig erhalten die Familien zwischen 940 und 2350 Franken. Bei der IV führt das zu jährlichen Mehrkosten von rund 20 Millionen Franken. Zudem wird der IPZ nicht mehr von der Assistenzentschädigung abgezogen. Dadurch erhielten Familien, die beide Leistungen bezögen, deutlich mehr Unterstützung, schreibt das Innendepartement. Sozialminister Alain Berset sagte im Parlament, die Zusatzkosten seien für die IV verkraftbar. In den Räten wurde das Anliegen von allen Parteien unterstützt. Die Änderung führe zwar zu Mehrkosten, hiess es. Noch teurer werde es aber, wenn Eltern die Pflegearbeit nicht mehr leisten könnten und Kinder in Heimen unterbringen müssten. (sda)


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