Mehr Hilfe für Flüchtlinge

15. September 2017, 00:00

EU-Treffen Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat beim Treffen der EU-Innenminister gestern in Brüssel von ihren Amtskollegen gefordert, sich für den Zugang der UNO-Flüchtlings­hilfe zu den Flüchtlingslagern in Libyen einzusetzen. Diese seien «zum Teil gefängnisähnliche Unterbringungen». Sommaruga verwies zudem darauf, dass zwar die «gefährlichen und zum Teil tödlichen Überfahrten übers Mittelmeer» in der letzten Zeit stark zurückgegangen seien. Aber das könne nicht die Lösung sein. «Im Gegenteil: Wir haben sehr viele Menschen in Libyen, die unter unwürdigen Bedingungen leben.» Die europäischen Staaten hätten die Verantwortung, «sofort etwas für diese Menschen zu tun». Zudem müssten die europäischen Staaten jene Migranten unterstützen, die freiwillig in ihre Länder zurückwollen.

Die Schweiz tut dies bereits. Sommaruga begrüsste zudem die verstärkten Bemühungen von Neuansiedlungen von Schutzbedürftigen (Resettlement). Man müsse vermehrt über Wege der legalen Migration von Afrika nach Europa reden. (sda)


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