Mehr Markt in der Wasserversorgung

13. Februar 2018, 00:00

Infrastruktur Private Investoren sollen sich im Kanton Zürich an der Trinkwasserversorgung beteiligen dürfen. Dies hat der Kantonsrat gestern in erster Lesung beschlossen. Die linke Ratsseite kündigte an, die Sache vors Volk zu bringen. Konkret sieht das Gesetz vor, dass sich Investoren an der Wasserversorgung beteiligen dürfen, sofern die Gemeinden noch zwei Drittel der Stimmrechten haben. Die Privaten dürfen keine Gewinne abschöpfen. Die Bürgerlichen wollten deshalb nicht von einer «Privatisierung» sprechen, sondern vielmehr von einer «Teil-Liberalisierung».

Die linke Ratsseite befürchtet aber, dass Wasser-Grosskunden aus Industrie und Landwirtschaft Preissenkungen durchsetzen könnten. Diese Preissenkungen müssten finanziert werden, etwa indem der Unterhalt vernachlässigt werde. (sda)


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