Kunterbund

Rentenreform als Bieridee

15. Juli 2017, 00:00

Regelrecht abgetaucht war SVP-Politiker Oskar Freysinger seit seiner Abwahl aus dem Walliser Regierungsrat im März. Nun meldet er sich erstmals öffentlich zurück, in einem Interview mit der Westschweizer Internetseite Lapravda.ch, einer selbstdeklarierten «Alternative zu den institutionellen Medien». Freysinger schimpft darin munter drauflos, von der EU-Flüchtlingspolitik bis zum kongolesischen Sion-Fussballer Chadrac Akolo. Zu seiner Ohrfeige durch das Stimmvolk: kein Wort. Kein Wunder, zieht er die angebliche Alternative den richtigen Medien vor. (ffe.)

Bierbrauer Alois Gmür trinkt täglich mindestens einen Liter des selbst gebrauten Safts. Allgemein sinkt aber der Pro-Kopf-Konsum. Der Schwyzer CVP-Nationalrat räumt nun ein, dass sein Ja zur Altersvorsorge nicht ganz uneigennützig ist. Er sei sicher, schreibt er im CVP-Pressedienst, dass ein grosser Teil des 70-Franken-Zustupfs in die Wirtschaft zurückfliesse. Und: «Ein Teil davon könnte auch in Bier investiert werden.» (kä)

SP-Nationalrat Cédric Wermuth betätigt sich als Aufräumer. Vor zehn Tagen löschte er alle seine bisherigen Tweets. «Neustart», nannte er das. Danach twitterte er munter weiter – und löschte diese Woche erneut alles. Offenbar hat er die Kurzlebigkeit seiner Ideen erkannt. (mjb)


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