Saakaschwili appelliert an EU

14. Februar 2018, 00:00

Polen Nach seiner Abschiebung aus der Ukraine hat der ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili in Polen die Unterstützung der EU und insbesondere von Deutschland gefordert. Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko zerstöre sein Land.

«Er will mich entfernen, weil ich die Korruption anprangere», sagte Saakaschwili der «Bild»-Zeitung in ihrer gestrigen Ausgabe. «Wenn die EU und allen voran Kanzlerin Angela Merkel nicht endlich etwas unternimmt, wird die Ukraine zerbrechen.»

Heftige Kritik an Petro Poroschenko

Saakaschwili war am Montag in Kiew vom Grenzschutz festgenommen und mit einem Sonderflug in die polnische Hauptstadt Warschau gebracht worden. Schwer bewaffnete Grenzschützer holten den Poroschenko-Gegner aus einem Restaurant neben der Zentrale seiner Partei in der ukrainischen Hauptstadt und schoben ihn dann ab.

Saakaschwili bekräftigte, dass seiner Ansicht nach Poroschenko hinter dieser Aktion steckt. Er kündigte an, erneut in die Ukraine reisen zu wollen. «Es sind Grossdemonstrationen angekündigt, und ich werde auf legalem Wege in die Ukraine zurückkehren», sagte er. Der 50-Jährige ist ein scharfer Kritiker Poroschenkos, den er vom Studium kennt. (sda)


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