Schweizer Bauern fordern «fairen» Milchpreis

09. Februar 2018, 00:00

Landwirtschaft Mit einem neuen Gütesiegel wollen neun Milchbauern aus allen Regionen der Schweiz für einen fairen Milchpreise sorgen. Die «Initiative Fair» fordert konkret 75 Rappen pro ­Liter Milch. Laut den Initianten wird heute die Milch im Detailhandel für rund 1.40 Franken verkauft, die Bauern erhielten häufig aber nur 56 Rappen.

Damit würden sie am Existenzminimum ar­beiten. Viele der Bauern könnten ihre Milchproduktion sogar nur weiterführen, indem Familien­angehörige gratis auf dem Betrieb mitarbeiten.

Gerechte Tierhaltung und gesundes Futter

«Fair» garantiert hingegen einen Netto-Produzentenpreis von 75 Rappen für die Bauern, eine artgerechte Tierhaltung, besonders tierfreundliche Ställe, regelmässigen Auslauf ins Freie und den Verzicht auf genverändertes oder palmölhaltiges Futter, heisst es im entsprechenden Manifest. Die Initianten, die in der Anfangsphase vom Verband Schweizer Milchproduzenten SMP unterstützt werden, wollen unter dem Gütesiegel «Fair» Milch und weitere Milchprodukte in die Regale der Grossverteiler und wichtigen Retailer in der Schweiz bringen. Sie versprechen sich von der «kleinen Preiserhöhung», ihre Kosten decken und über kurz oder lang notwendige Investitionen tätigen zu können.

Zudem erhoffen sie sich, dass die Konsumenten mit dem Gütesiegel für bewusste Kauf­entscheide sensibilisiert werden und die Wertschätzung gegenüber Schweizer Milchprodukten gefördert wird. (sda)


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