Senioren erst ab 75 zum Medizintest

14. September 2017, 00:00

Strassenverkehr Das Parlament will Autofahrer erst ab 75 Jahren zur medizinischen Kontrolluntersuchung schicken. Nach dem ­Nationalrat hat gestern auch der Ständerat der Forderung zugestimmt. Heute liegt die Altersgrenze bei 70 Jahren. In der ­kleinen Kammer sagte Damian Müller (FDP/LU), die geltende Regelung sei veraltet. Ältere Menschen seien heute vitaler als früher. Nicht umsonst heisse es heute: «60 ist das neue 40.»

Daniel Jositsch (SP/ZH), der die Forderung ablehnte, argumentierte hingegen, dass die Untersuchung mit 70 Jahren keine Einschränkung für jene darstelle, die fahrtauglich seien. Aus dem Verkehr gezogen würden nur fahruntüchtige Menschen. Der Bundesrat unterstützt das Anliegen. Die Gesundheit der heutigen Senioren sei besser als bei Einführung der obligatorischen Untersuchung in den 1970er-Jahren, so Doris Leuthard. In der Vernehmlassung war die Gesetzesvorlage umstritten. Mehrere Kantone und linke Parteien lehnen die Heraufsetzung des Alters für die erste medizinische Kontrolle ab. (sda)


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