Sieben Prozent der Schweizer leben in Armut

16. Mai 2017, 00:00

Mittellosigkeit In der Schweiz waren 2015 rund 570000 Menschen von Einkommensarmut betroffen. Das sind 7,0 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung und leicht mehr als im Vergleich zum Vorjahr. 2014 waren es gemäss dem Bundesamt für Statistik 530000 Menschen oder 6,6 Prozent gewesen.

Arbeitslose und Ausländer besonders betroffen

Besondere Risikogruppen waren Menschen in Haushalten ohne Erwerbstätige. Die Armutsquote betrug dort 18,2 Prozent. Auch der Anteil der Ausländer aussereuropäischer Herkunft lag mit 11,7 Prozent deutlich höher als jene der Gesamtbevölkerung. Eine überdurchschnittlich hohe Armutsquote von 13,9 Prozent wiesen zudem Menschen ab 65 Jahren auf. Wenn sie alleine lebten, lag die Armutsquote sogar bei 22,8 Prozent, so das Bundesamt für Statistik. Allerdings würden Menschen im AHV-Alter häufiger auf ihr Vermögen zurückgreifen, um laufende Ausgaben zu bestreiten. Entsprechend seien sie deutlich seltener von materiellen Entbehrungen betroffen als die übrigen Altersgruppe. So seien beispielsweise lediglich 1,9 Prozent der Menschen im Rentenalter nicht in der Lage gewesen, alle Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Bei den 18- bis 64-Jährigen dagegen sei dies bei 9,3 Prozent der Fall gewesen.

Die Armutsquote der erwerbstätigen Bevölkerung lag bei 3,9 Prozent. Das waren 2015 rund 145000 Personen. (sda)


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