Stadtpräsidium Winterthur bleibt in CVP-Hand

16. April 2018, 00:00

Wahlen Der bisherige Winterthurer Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) wird auch die kommenden vier Jahre an der Spitze der Stadtregierung stehen. Er hat seine Konkurrentin Yvonne Beutler (SP) im zweiten Wahlgang deutlich hinter sich gelassen. Künzle holte gestern insgesamt 15817 Stimmen, Stadträtin Yvonne Beutler 12642. Die Wahlbeteiligung betrug knapp 43,8 Prozent.

Für Künzle war die Wiederwahl allerdings nicht wie geplant verlaufen. Im ersten Wahlgang vom 4. März verpasste er das absolute Mehr deutlich. Finanz­vorsteherin Beutler, welche die Stadt durch die finanziell schwierigen Zeiten manövrierte, holte von allen Kandidierenden die meisten Stimmen – und überholte sogar den Stadtpräsidenten. Danach entschied sie sich, im zweiten Wahlgang fürs Stadtpräsidium zu kandidieren.

Künzle reagierte gestern mit Erleichterung auf die Wiederwahl. Beutler sei eine starke Gegnerin gewesen, die Anspannung entsprechend gross. «Ich habe ­sicher zwanzig Kilogramm ­abgenommen, auch wenn man das jetzt noch nicht sieht», sagte er. SP-Politikerin Beutler war zwar enttäuscht. Weil ihr Ergebnis aber gut gewesen sei, sei dies kein Weltuntergang, sagte sie. «Gegen einen Bisherigen anzutreten, ist immer eine Herausforderung.» Wäre Beutler gewählt worden, wäre sie die erste Frau im Winterthurer Stadtpräsidium geworden. (sda)


Anzeige: