Wer früher kauft, zahlt weniger

BAHN ⋅ Die öffentlichen Verkehrsbetriebe führen eine neue Spartageskarte mit Kontingenten ein. Das Billett kann nur via Internet und Handy gekauft werden.
14. Juli 2017, 00:00

Zu haben ist die neue Tageskarte mit Halbtax-Abonnement ab 29 Franken, ohne Halbtax ab 52 Franken. Gekauft werden kann sie frühestens 30 Tage vor der geplanten Reise. Je nach Reisetag sind die Kontingente unterschiedlich gross. Wer früher kauft, erhält die Karte günstiger. Bald nicht mehr geben wird es hingegen zwei andere Billett­typen: die 9-Uhr-Tageskarte und die Tageskarten im Multipack. Beide werden zum Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres abgeschafft.

Mit der Neuerung wollen die öffentlichen Verkehrsbetriebe den Freizeitverkehr fördern und Anliegen von Kunden sowie Konsumentenorganisationen Rechnung tragen. Die Stiftung für Konsumentenschutz nennt das Angebot aber «nicht wirklich attraktiv» und spricht von «schwerwiegenden Nachteilen». Unter anderem kritisiert sie, dass die Tageskarte ohne Onlinezugang nicht gekauft werden kann. Im nächsten Jahr soll eine weitere Neuerung folgen: ein Ausflugsabonnement mit einem Set von 20 oder 30 «Generalabonnement»-Tagen. Genutzt werden kann dieses Angebot mit dem Halbtax-Abonnement.

Die Tarifgemeinschaft gab zudem bekannt, dass die ÖV-Branche im kommenden Jahr auf nationaler Ebene die Fahrpreise nicht erhöhen werde. Die höheren Trassenpreise hätten mit dem Fahrpreisanstieg vom Dezember 2016 zwar nicht vollständig kompensiert werden können. Dank Kostensenkungsmassnahmen und Effizienzsteigerungen könne aber doch auf Preiserhöhungen verzichtet werden – vorderhand.

SBB mit neuen Perronanzeigen

Die SBB führen eine neue Generation von Perronanzeigern ein. Damit sollen Kunden besser über die Situation im Bahnbetrieb informiert werden. Gestern wurden die ersten Anzeiger installiert. Der neue Bildschirm ist in zwei Abschnitte unterteilt und flexibel einsetzbar. Der linke Teil bleibt statisch, während der rechte periodisch wechselt. Zwei bis vier verschiedene Anzeigen können sich in Abständen von rund 15 Sekunden abwechseln. Damit ist es möglich, Informationen zu Störungen, über die nächsten Züge oder geplante Baustellen anzuzeigen. Auch Gleisänderungen würden auf diese Weise kommuniziert, was hörbehinderten Menschen zugute kommen soll. Die neuen Anzeiger werden nach und nach die mechanischen Fallblattanzeiger ersetzen, von denen es schweizweit noch 800 gibt. Die übrigen Bildschirme mit LCD-Technologie sollen am Ende ihrer Lebensdauer ersetzt werden. Bis Ende 2018 will das Bahnunternehmen auf der Ost-West-Achse 180 neue Anzeiger installieren. (sda)


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