Aufstiegsspiele für Schötzer rücken näher

FUSSBALL ⋅ Drittligist Schötz II behauptet sich nach dem 1:0-Sieg gegen Wolhusen auf der Leaderposition (Gruppe 3). Die Wolhuser müssen sich nun in die andere Richtung der Tabelle orientieren.
11. April 2017, 00:00

Die beste Defensive der gesamten 3. Liga (8 Gegentreffer) stellen sie und haben auch innerhalb der Liga hinter dem Luzerner SC (Gruppe 2; 40 Punkte) nach 14 Runden am zweitmeisten Punkte (35) gesammelt: Seit zehn Partien (8 Siege und 2 Unentschieden) ist die Equipe der Schötzer-Reserven nun ungeschlagen geblieben. Die letzte Niederlage datiert vom 10. September 2016 (0:2 gegen Entlebuch). Es gibt in diesen Tagen wohl kaum einen glücklicheren Trainer. «Ja, das ist so. Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherig Erreichten. Die Auftritte machen mich sehr stolz. Wir sind eine verschworene Truppe und haben einen super Teamgeist», freute sich der 31-jährige Trainer Daniel Bossart.

Einen Erfolgsgarant sieht der Schötzer darin, dass das Team aus rund 90 Prozent Spielern bestehe, die in Schötz aufgewachsen sind. «Die Spieler haben hier ihre Wurzeln und können sich identifizieren. Wir haben keine Häuptlinge in der Mannschaft. Jeder kämpft für den anderen. Es macht viel Spass, hier zu arbeiten. Taktisch, läuferisch und technisch spielen wir auf einem hohem Niveau.»

Beeindruckend ist die Bilanz mit elf Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage. «Dass wir nach der 14. Runde an der Tabellenspitze stehen, ist überraschend. Wir wollten zu Beginn der Saison mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Nun können wir andere Ziele verfolgen.» Soll konkret heissen? Bossart: «Wenn du acht Runden vor Schluss Leader bist, kannst du am Ende mit einem fünften oder sechsten Rang ja nicht zufrieden sein. Wir wollen bis am 22. Spieltag um die Top 2 mitmischen.» Momentan hat Schötz eine Reserve von vier Zählern auf Sempach (3. Rang; 31 Punkte) und drei Punkte auf das zweitplatzierte Entlebuch.

Den Schötzer-Präsidenten Ivo Frey freut die Entwicklung der zweiten Mannschaft: «Diese Truppe bereitet uns viel Freude. Für den Verein ist es wichtig, dass wir ein starkes zweites Team haben, wo sich die jungen Akteure weiterentwickeln und so für höhere Aufgaben empfehlen können. Wenn wir die Qualifikation unter den Top 2 beenden könnten, wäre das sensationell.» Übermorgen Donnerstag (20.15 Farbschachen) kommt es zum Spitzenspiel zwischen Entlebuch und Schötz II.

Wolhusen muss um den Ligaerhalt bangen

Spielertrainer Heinz Schumacher ist derzeit nicht zu beneiden. Seine Bilanz ist mit vier Siegen, zwei Unentschieden und acht Niederlagen alles andere als erfreulich. Doch ein Blick auf die Resultate zeigt auch, dass es fünf Niederlagen mit jeweils einem Treffer Unterschied (2:3; 2:3, 0:1; 1:2 und 0:1) absetzte. Schumacher: «Es ist nicht so, dass wir in diesen Partien abgefallen sind. Nein, wir standen den Punkten nahe. Manchmal waren es nur 5 Prozent, die über Erfolg oder Misserfolg entschieden. Ich spürte zuletzt nicht immer die Bereitschaft, für den Fussball alles zu opfern. Die Prioritäten wurden nicht immer so gesetzt, wie ich es erwartete.»

Schumacher verlässt Wolhusen im Sommer nach sechs erfolgreichen Jahren. Der 38-Jährige: «Natürlich werde ich mich von einer 3.-Liga-Mannschaft verabschieden. Wir werden das packen. Die Qualität für diese Liga ist vorhanden.» Momentan hat sein Team ein Polster von sechs Punkten auf den Abstieg. Schumachers Nachfolger ist bekannt: Trainer wird der 30-jährige Philipp Diethelm (spielt im 3.-Liga-Team von Luzern Futuro), assistiert wird er vom 32-jährigen Claudio Imfeld (spielt bei Wolhusen).

Und was macht Schumacher in der kommenden Saison? «Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Priorität geniesst nun Wolhusen.»

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

«Dass wir nach der 14. Runde an der Tabellenspitze stehen, ist überraschend.»

Daniel Bossart

Trainer Schötz II


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