Die Schweiz wird zur weltbesten Seilziehnation gekürt

SEILZIEHEN ⋅ Die Schweiz holt an der Weltmeisterschaft in Malmö viermal Gold. Am erfolgreichsten schneiden die Männerteams ab.

13. September 2016, 00:00

dz. An der Weltmeisterschaft in Malmö (Schweden) kämpften am Wochenende die Teams nicht nur gegen die Gegner, sondern auch mit den schwierigen Bodenverhältnissen. Sandiger und extrem tiefer Boden erforderte technisch taktische und überlegte Kämpfe, welche ans Limit der Kräfte gingen.

Die Schweiz holte sich am Samstag den ersten WM-Titel in der schwersten Gewichtsklasse (700 kg). Nach einer souveränen Vorrunde sicherten sich die Schweizer den Finaleinzug gegen Schweden. Die WM-Krone musste dann gegen hartnäckige Holländer hart erkämpft werden. In der Klasse bis 640 kg ist die Schweiz derzeit eine Klasse für sich, dominierte das Geschehen von Beging an und kam auch mit den schwierigen Bodenverhältnissen am besten zurecht. Ruhig und abwartend zeigte das Schweizer Team im Final sein Können am Seil und bezwang die Basken auf souveräne Art und Weise.

Weniger erfolgreich war der Auftritt in der 580-kg-Klasse: Die Schweizer mussten in der Vorrunde Kräfte raubende Kämpfe absolvieren und zogen hinter den Basken als Zweitplatzierte in die Finalrunde ein. Dort mussten sie jedoch den Engländern den Finaleinzug zugestehen. Im Duell um Rang 3 setzten sie sich gegen Nordirland durch und wurden mit der Bronzemedaille belohnt.

Auch Junioren erfolgreich

Ebenfalls Gold für die Schweiz gab es bei den U-23-Junioren. Vom ersten Kampf an dominierten die Schweizer die Gegner und sicherten sich mit überzeugenden Leistungen den Einzug in den Final gegen Südafrika. Nach einem packenden Endkampf konnte sich die junge Schweizer Equipe zum dritten Mal in Folge als Weltmeister feiern lassen.

Auch die U-19-Junioren unter Coach Lukas Bernhard zogen ohne Punktverlust in den Final gegen Deutschland ein. Geduldig wartete das Schweizer Team auf die Fehler der Gegner. Man liess ihnen keinen Raum zum Gegenangriff und holte sich schliesslich den verdienten Weltmeistertitel.

Frauen verpassen Podest knapp

In der Gewichtsklasse bis 540 kg liessen sich die Schweizerinnen in der Vorrunde lediglich von Chinese Taipei bezwingen. Im Halbfinal trafen sie auf die Gastgeberinnen aus Schweden, welche den guten Schweizer Lauf stoppten. Im Kampf um Platz 3 hatte das Team von Südafrika mehr Kraftreserven und konnte sich den Sieg sichern. Auch bis 500 kg mussten sich die Schweizerinnen in der Vorrunde lediglich den Chinesinnen beugen. Nach dem verlorenen Halbfinal verloren sie auch den Kampf um Rang 3 gegen Schweden.

Mixed-Team verpasst Medaille

Auch das Mixed-Team, bestehend aus vier Frauen und vier Männern, überzeugte und qualifizierte sich für den Halbfinal. Nach hartem Kampf verlor die Schweiz gegen das Baskenland. Die Kräfte raubenden Halbfinalkämpfe hatten Spuren hinterlassen, und so mussten sich die Schweizer auch im Kampf um Rang 3 von den Holländern bezwingen lassen.

Weltmeisterschaft in Malmö

Männer. Bis 700 kg: 1. Schweiz. 2. Holland. 3. England. 4. Schweden. – Bis 640 kg: 1. Schweiz. 2. Baskenland. 3. Irland. 4. Deutschland. – Bis 580 kg: 1. Baskenland. 2. England. 3. Schweiz. 4. Nordirland. – Junioren. U 23: 1. Schweiz. 2. Südafrika. 3. Deutschland. 4. Holland. – U 19: 1. Schweiz. 2. Deutschland. 3. Chinese Taipei. 4. Südafrika.

Frauen. Bis 500 kg: 1. Chinese Taipei. 2. Schweden. 3. Südafrika, 4. Schweiz. – Bis 540 kg: 1. Chinese Taipei, 2. Schweden, 3. Südafrika, 4. Schweiz. – Mixed (600 kg): 1. Schweden. 2. Baskenland. 3. Holland. 4. Schweiz.

Open-Turniere. Junioren. U 19: 1. Stans-Oberdorf. – U 23: 1. Stans-Oberdorf. – Frauen. U 23: 3. Sins. – Bis 500 kg: 2. Sins. – Männer. Bis 580 kg: 1. Engelberg. – Bis 640 kg: 1. Ebersecken. 2. Engelberg. – Bis 700 kg: 1. Ebersecken. 2. Engelberg. – Mixed (600 kg): 2. Sins.


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: