Glücksgefühle nach WM-Silber

JU-JITSU ⋅ Die beiden 18-jährigen Krienser Dario Francioni und Janik Arnet flogen gestern mit WM-Silber im Gepäck aus Athen zurück in die Schweiz. Das Duo langte nicht nur auf der Matte tüchtig zu.

21. März 2017, 00:00

Dario Francioni macht kein Geheimnis daraus: «Es ist der bisher grösste Erfolg in unserer gemeinsamen Karriere. Vor einem Jahr sind wir an der WM in Madrid nach zwei Kämpfen mehr oder weniger sang- und klanglos ausgeschieden. Unsere Antwort darauf war, dass wir noch verbissener trainiert haben. Jetzt haben wir in Athen von den letztjährigen Erfahrungen profitiert.» Und fast alles besser und richtig gemacht. Das ehrgeizige Krienser Ju-Jitsu-Tandem schaltete an diesen U21-Welttitelkämpfen in einem 16er-Tableau nach einem Freilos in der ersten Runde beeindruckend sicher Deutschland im Viertelfinal aus. Das Prunkstück des Krienser Duos war der Halbfinalsieg gegen Schweden: «Wir haben so oft gegen diesen Gegner gekämpft und jedes Mal verloren. Diesmal ist uns der Husarenstreich geglückt.» Es war auch gleichzeitig der Schlüssel für den Finaleinzug.

Im Kampf um Gold wehrte sich das schlagkräftige Krienser Doppel tapfer gegen die belgische Mannschaft. Im erstenWett­kampfteil (Griffe) gab es gegen den starken Widersacher sogar einen Teilerfolg. In den nächsten drei Prüfungen verloren Francioni/Arnet jeweils nur knapp mit einem Punkt Unterschied: Das Verdikt von 86:89 deckt deutlich auf, wie nahe die beiden Innerschweizer Ju-Jitsu-Zöglinge sogar an Gold schnupperten. «Der Unterschied war gering», sagt Francioni, «das können wir durch noch zäheres Training durchaus aufholen.» Der junge Krienser Polymechaniker betont indes: «Wenns auch nicht ganz gereicht hat – wir beide sind enorm glücklich. Wir wussten, dass wir gut in Form sind, und haben uns viel vorgenommen. Diese Silber­medaille ist für uns nicht zuletzt auch der Beweis dafür, dass wir in unserer Karriereplanung den richtigen Weg beschreiten.»

Angestossen wurde mit griechischem Wein

Die grossartigen Glücksgefühle miterleben durften auch die beiden Elternpaare der jungen, erfolgreichen Kämpfer: «Sie haben uns im Anschluss an die Medaillenfeier in ein kleines, feines griechisches Restaurant zum Nachtessen eingeladen.» Angestossen auf den tollen zweiten Platz wurde natürlich mit griechischem Wein – doch der hauptsächliche Event war die Kalorienzufuhr: «Wir haben enorm viel Fleisch gegessen», erzählt Francioni, zusammen mit Arnet Mitglied des Budoclub Dojo Mahari, schmunzelnd.

Am Sonntagabend feierten die beiden noch einmal im erweiterten Kreise sämtlicher Wettkämpfer und Funktionäre, gestern Abend flogen Dario Francioni und Janik Arnet, der dieses Jahr an der Kanti Alpenquai den Matura-Abschluss in Stein meisselt, in die Schweiz zurück. Die Silbermedaillengewinner gedenken, demnächst am Bern-Open, an den Schweizer Meisterschaften in La Chaux-de-Fonds und am Europacup in Bukarest ihre Leistung zu bestätigen. «Wir haben in Athen so richtig Appetit auf weitere Erfolge bekommen», gesteht Francioni.

Roland Bucher

regionalsport@luzernerzeitung.ch


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