Grosse Ehre für Marc Gisin

11. April 2017, 00:00

Polysportives Beim Panathlon-Meeting Anfang April konnte der Engelberger Skirennfahrer Marc ­Gisin den mit 2500 Franken dotierten Prix Chapeau 2016 entgegen­nehmen. Der 28-Jährige erlitt in den vergangenen Jahren Rückschläge, kehrte aber immer wieder auf die Skipisten zurück. So bremste ihn 2012 ein Kreuzbandriss aus, 2015 folgte der schwere Sturz beim Super-G in Kitzbühel, der ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma mit sich zog. Nur ein Jahr später kehrte er an gleicher Stelle mit einem 5. Platz in der Abfahrt zurück.

Im letzten Dezember musste Gisin die Saison aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, die Spätfolgen des Sturzes von Kitzbühel machten sich unter anderem mit Schlafstörungen und schneller Ermüdung bemerkbar. Aufgegeben hat er nie, dieser Durchhaltewillen wurde nun mit dem Prix Chapeau 2016 belohnt.

Die Laudatio von Schwester Dominique

Die Laudatio bei der Preisübergabe hielt seine Schwester Dominique Gisin, unter anderem Abfahrtsolympiasiegerin 2014 in Sotschi und vor zehn Jahren ebenfalls Gewinnerin des Prix Chapeau. Sie liess die Anwesenden auch an den Anfängen ihrer Karriere teilhaben. «Es war immer unser Traum, einmal gemeinsam im Weltcup unterwegs zu sein, und dieser ist ja in Erfüllung gegangen», sagte sie, die im März 2015 vom Spitzensport zurücktrat. «Marc zeichnet sich dadurch aus, dass er sich immer wieder mit viel Engagement zurückkämpft.» Sie habe sowohl seinen Sturz 2015, «der hat mich erschüttert», als auch seine Rückkehr ein Jahr später «ich getraute kaum hinzuschauen», vor dem Fernsehgerät miterlebt.

Für die kommende Saison zuversichtlich

Mit grosser Freude nahm Marc Gisin die Auszeichnung entgegen. «Dies ist eine grosse Ehre für mich und zeigt, dass nicht nur sportliche Leistungen anerkannt werden.» Dies sei aber nicht leicht, wenn man nicht hinter die Kulissen sehen könne. Der vorzeitige Abbruch der Saison im Dezember sei für ihn nicht einfach gewesen, «aber ich bin für die neue Saison sehr zuversichtlich». Und er peilt auch schon das nächste grosse Ziel an: die Olympiateilnahme im nächsten Jahr im südkoreanischen Pyeongchang.

Panathlon ist ein international tätiger Serviceclub. Die Bewegung versteht sich als Dienst am Sport und an Sportlern, fördert, verbreitet und vertieft die Ethik und Kultur des Sports mit dem Ziel, die Solidarität zwischen Menschen und Völkern zu pflegen und zu verteidigen. Der Panathlon-Club Luzern wurde 1975 gegründet und zählt 47 Mitglieder und wird von Theres Bühlmann (Sursee) präsidiert. (pd)


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