Liftmannschaft will wieder nach oben

VOLLEYBALL ⋅ Das Männerteam des VBC Buochs hat den Abstieg aus der NLB gut verdaut. Nach dem 3:0-Sieg über den SV Olten übernehmen die Nidwaldner die 1.-Liga-Tabellenspitze.

15. November 2016, 00:00

Man kennt die sogenannte «Liftmannschaft»-Situation beim VBC Buochs bestens. Und man weiss bei den Nidwaldner Volleyballern auch, wie man mit einem Abstieg umgehen muss. Deshalb war der letztjährige NLB-Abstieg für die Buochser auch kein Weltuntergang. Im Gegenteil: Man will und kann sich eine Liga tiefer neu orientieren, die letztjährige, doch ziemlich mühsame Saison ad acta legen.

Diese Neuorientierung ist dem Team um Trainer Matthias Biesiada recht gut gelungen. Im Startspiel gegen den LK Zug verpasste man nach einer 2:0-Satzführung mit einer 2:3-Niederlage zwar den optimalen Saisoneinstieg. Doch dann kam der VBC Buochs in Fahrt: Gegen den Aufsteiger Dragons Lugano feierte man einen 3:0-Sieg. Dann musste der ewige Rivale Kanti Baden mit 1:3 untendurch, und auch gegen den damaligen Tabellenleader Traktor Basel schaute ein überzeugend herausgespielter 3:1-Sieg heraus. «Ja, wir sind gut in Fahrt gekommen», freute sich VBC-Präsident und Spieler Adrian Zihlmann. Und auch der zweite Aufsteiger SV Olten musste die spielerische Überlegenheit der Buochser anerkennen. 0:3 (18:25, 15:25, 9:25) wurden die noch punktlosen Solothurner regelrecht vom Breitli-Parkett gefegt. Es brauchte aus Buochser Sicht keine Meisterleistung, um gegen das auf sehr bescheidenem Niveau spielende Olten-Team die drei Punkte zu sichern, welche die Nidwaldner auf die Leaderposition hievten. Nach nur 54 Minuten war die einseitige Partie zu Gunsten der Buochser entschieden.

Kummer hat sich in Buochs gut eingelebt

Der einzige Neuzuzug der Buochser, Tobias Kummer, war mit der Mannschaftsleistung mit wenigen Ausnahmen – bei den Servicebällen sieht er noch Verbesserungspotenzial – zufrieden. «Es ist nicht immer einfach, gegen schwächer eingestufte Teams den Fokus und die Konzentration hochzuhalten und nicht deren spielerisches Niveau zu übernehmen. Im Gegensatz zum verlorenen Match gegen den LK Zug konnten wir das spielerische Level diesmal durchziehen. Und dies, obwohl bei uns alle Spieler zu Einsätzen kamen», analysierte der 32-jährige Passeur das Match-Geschehen. Kummer ist für die Buochser eine echte Verstärkung und spielte zuvor während vieler Jahre mit dem VBC Andwil-Arnegg auf 1.-Liga- und NLB-Niveau, ehe er auf diese Saison hin seinen Wohnsitz in die Innerschweiz verlegte. Und schiebt schmunzelnd nach: «Und hier werde ich auch bleiben und mit der coolen Truppe weiter Volleyball spielen.»

Wie es sich für eine sogenannte «Liftmannschaft» gehört, gibt man sich beim VBC Buochs mit der 1. Liga nicht zufrieden und will den Fahrstuhl nach oben wieder besteigen. «Die Qualifikation wollen wir auf den beiden ersten Ranglistenplätzen abschliessen, welche für die Aufstiegsspiele zur NLB berechtigen», gibt VBC-Präsident Adrian Zihlmann die Marschrichtung bekannt. «Und ich meine, diese primäre Zielvorgabe ist mit unserem Kader realisierbar.» Denn beim VBC Buochs ist der Frust der letzten Saison einer spielerischen Freude gewichen, welche den gegenwärtigen Erfolg erst möglich macht.

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Männer, 1. Liga

Gruppe C, 6. Runde: Regio Volleyteam - Zug 3:2. Dragons Lugano II - Emmen-Nord 0:3. Buochs - Olten 3:0. Ebikon - Kanti Baden 3:1.

Rangliste: 1. Buochs 5/13 (14:5). 2. Traktor Basel 5/12. 3. Emmen-Nord 6/11 (14:9). 4. Regio Volleyteam 6/11 (12:10). 5. Kanti Baden 5/8. 6. Ebikon 5/7 (9:10). 7. LK Zug 5/7 (10:12). 8. Lugano II 5/3. 9. Olten 6/0.

Buochs - Olten 3:0 (25:18, 25:15, 25:9)

Breitli. – 50 Zuschauer. – SR Hartmann/Reinhold. – Spieldauer: 54 Minuten. – Buochs: Andreas Bircher, Kummer, Heiz, Zwyssig, Von Holzen, Gwerder, Becker (Libero); Emmenegger, Markus Bircher, Adrian Zihlmann.


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