Luzern und Zug sind wieder Meister

CURLING ⋅ Die Innerschweizer Dominanz im Junioren-Curling hält unvermindert an. Die Luzerner Juniorinnen und die Zuger Junioren holen in Gstaad erneut die Meistertitel und die WM-Fahrkarte nach Schottland.
21. März 2017, 00:00

Frank Marti

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Die Luzerner Girls mit Skip ­Selina Witschonke und die Zuger Junioren von Skip Jan Hess sicherten sich am Wochenende in Gstaad mit der Goldmedaille auch die Tickets für die Teilnahme an den nächstes Jahr in Schottland (Aberdeen) stattfindenden Weltmeisterschaften. Zur Erinnerung: Die beiden Nachwuchs-Equipen vertraten jüngst Swiss Curling an den Junioren-Weltmeisterschaften in Südkorea, wo sie mit den Rängen 5 (Girls) und 6 (Junioren) ehrenvoll aufhorchen liessen.

Im Schlussakt im Berner Oberland musste das von Sandra Witschonke gecoachte Luzerner Quartett nach siegreich abgeschlossener Round Robin im Playoff-Spiel der beiden Erstplatzierten den Sieg im Zusatzend der von der Zugerin Raphaela Keiser als Skip angeführten Entente St. Gallen/Bern überlassen. Im ausgeglichen und spannenden Halbfinal kämpften sich dann Lead Anna Gut, Second Melina Bezzola, Third Elena Ma­this und Skip Selina Witschonke gegen Berns Stadtvertretung in den Titel-Final gegen St. Gallen/Bern zurück. Nach 1:1-Gleichstand gaben im neunten End zwei zählende Steine den Ausschlag zum neuerlichen Titelgewinn der Luzernerinnen.

Ohne Umweg gelang den von Serge Lusser betreuten Zuger Junioren die erfolgreiche Verteidigung des Titels. Skip Jan Hess, Simon Gloor, Simon Hoehn und Reto Schönenberger wiesen – ebenfalls nach siegreich zurückgelegter Round Robin – im ersten Playoff-Spiel die Berner Oberländer aus Adelboden 7:3 ab. Im Final gegen den gleichen Gegner, der im Halbfinal die Luzerner Junioren mit 12:5-Steinen gedemütigt hatte, reichte der im letzten Durchgang platzierte eine Stein zum knappen 4:3-Titelerfolg.

Für Luzerns Junioren, die Anfang Woche bereits den Final der Zentralschweizer Trophy unglücklich verloren hatten, hielt die Pechsträhne in Gstaad an. Nach vier Niederlagen in fünf Auftritten (23:32 Steine) schaute nach verlorenem Zusatzend im kleinen Final der undankbare 4. Rang heraus.

Junioren

Gstaad. Schweizer Junioren-Meisterschaften. Abschluss der Finalrunde. Schlussranglisten. Junioren: 1. Zug (Hess) 9 Spiele/25 Punkte. 2. Adelboden (Schnider) 10/21. 3. Glarus (Hösli) 9/18. 4. Luzern (Lottenbach) 10/16. – Ausgeschieden: 5. Langenthal (Klossner) 7/13. 6. Dübendorf (Gertsch) 7/10. 7. Lausanne Olympique (Mancini) 7/9. 8. Basel (Heinimann) 7/8.

Zug (Skip Jan Hess, Simon Gloor, Simon Hoehn, Lead Reto Schönenberger; Coach: Serge Lusser): s. Luzern 6:4, s. Lausanne Olympique 6:4, s. Adelboden 7:3, s. Adelboden 4:3. – Luzern (Skip Lucien Lottenbach, Henwy Lochmann, Yves Stocker, Lead Tom Winkelhauser; Coaches: Felix Eberhard und Ernst Erb): u. Zug 4:6, u. Basel 3:4 ZE, s. Glarus 5:3, u. Adelboden 5:12, u. Glarus 6:7 ZE.

Juniorinnen

Schlussrangliste: 1. Luzern (Witschonke) 10 Spiele/22 Punkte. 2. St. Gallen/Bern (Keiser) 9/18. 3. Lausanne/Morges (Tanner) 9/16. 4. Bern (Stritt) 10/17. – Ausgeschieden: 5. Neuchâtel Sports (Gauchat) 7/13. 6. Interlaken (von Büren) 7/12. 7. Lausanne/Champéry (Loertscher) 7/12. 8. Wetzikon (Wüst) 7/10.

Luzern (Selina Witschonke, Elena Mathis, Melina Bezzola, Lead Anna Gut; Coaches: Nicola Dünki und Sandra Witschonke): s. Wetzikon 9:4, s. Lausanne/Champéry 5:3, u. St. Gallen/Bern 6:7 ZE, s. Bern 6:4, s. St. Gallen/Bern 7:5.


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