Noch zu viele Formschwankungen

FUSSBALL ⋅ Der SC Buochs erlebt in dieser 1.-Liga-Saison eine klassische Berg- und Talfahrt: Auf Siege folgen oft Niederlagen. Trainer David Andreoli ist deshalb mit der Vorrunde nur resultatmässig zufrieden.

15. November 2016, 00:00

Interview: Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

David Andreoli, wie zufrieden sind Sie mit der Vorrunde?

Mit der erreichten Punktzahl und mit der Rangierung bin ich grundsätzlich zufrieden. Unser Ziel war es, mehr Punkte zu haben als letzte Saison, als wir 19 Punkte holten. Dank dem Sieg gegen Thun U 21, haben wir dieses Ziel erreicht.

Wie sieht die Bilanz bezogen auf die Leistungen aus?

Das ist genau der Punkt. Dort war ich nicht immer zufrieden. Wir haben sehr abwechslungsreiche Leistungen gezeigt. Teilweise haben wir auf sehr gutem Niveau gespielt und im nächsten Match nur noch wenig auf die Reihe gebracht. Die Konstanz hat schlicht gefehlt.

Sie sprechen es an: Auf den 4:1-Sieg gegen Bassecourt folgte beispielsweise eine 1:5-Niederlage gegen Muri. Woran liegt das?

Wir haben sicher eine ungenügende Vorbereitung gehabt. Die Präsenzzeit der Spieler für dieses Niveau hat nicht gereicht. Viele Spieler waren in der Vorbereitung abwesend, das spürte man in der gesamten Vorrunde.

Wo zeigt sich das?

Zum einen zeigte sich das durch Formschwankungen bei mehreren Spielern. Auf starke Leistungen folgten schwache. Es fehlte an der professionellen Einstellung. Zudem sind einige Spieler bereits früh verletzt ausgefallen, da die Basis gefehlt hat.

Bereits in der letzten Saison hat die Verletzungshexe mehrfach zugeschlagen.

Mit den Langzeitverletzten der letzten Saison konnten wir noch nicht wieder rechnen. Ansonsten hatten wir weniger Verletzungspech als in der letzten Saison. Jedoch sind in der Vorbereitung weitere Spieler mit kleineren Verletzungen hinzugekommen, da es an der Basis fehlte.

Sie haben mit Dominic Schilling und Michael Diethelm im Sommer zwei erfahrene Spieler nach Buochs holen können. Wie weit konnten die beiden Spieler der Mannschaft weiterhelfen?

Die zwei sind mitunter dafür verantwortlich, dass wir jetzt mit 20 Punkten dastehen. Sie haben sich schnell eingelebt und konnten sich zu Leistungsträgern entwickeln. Auf sie war auch Verlass, wenn es einmal nicht so gut lief.

Der SC Buochs hat sieben Punkte Rückstand auf den zweiten Rang und acht Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Wohin führt die Reise des SC Buochs?

Das ist eine sehr gute Frage. Wir haben das Potenzial zu der vorderen Tabellenhälfte in der 1. Liga zu gehören. Dazu müssen aber auch Wille und Einstellung stimmen. Wenn wir die Bereitschaft nicht an den Tag legen, können wir nicht mithalten. Aber klar: Wir möchten uns an den Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte orientieren.

Was muss im Hinblick auf die Rückrunde besser werden?

Das Entscheidende wird die Wintervorbereitung sein. Diese muss durchgezogen werden, damit wir im Frühling bereit sind, konstant auf hohem Niveau zu spielen.

Wird die Wintervorbereitung deshalb anders aussehen?

Die Trainingsplanung wird ähnlich wie in den letzten Jahren auch. Grundsätzlich ist die Präsenz in den Trainings entscheidend. Zudem werden wir das erste Mal seit Jahren wieder in ein Trainingslager reisen, nach Marbella in Südspanien. Dadurch erhoffen wir uns, dass eine positive Dynamik entstehen kann.


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