Schweiz muss an der WM punkten

07. März 2017, 00:00

Curling Die Aufnahmekriterien für die gleichzeitig als Trials für die Olympischen Spiele 2018 dienenden Schweizer Meisterschaften im Mixed-Doubles waren hoch gesteckt. Die Teams mussten mindestens drei Champions-Turniere bestritten haben und sich zudem bereiterklären, ab Mai 2017 den Fokus hundertprozentig auf die Disziplin Mixed-Doubles zu richten. Sieben Paare hatten die Anforderungen des Verbandes erfüllt und stellten sich der nationalen Konkurrenz.

Das Rennen machte das Glarner Duo mit Jenny Perret und Martin Rios, das in den nach dem Modus «best of three» durchgeführten Playoffs der beiden Erstplatzierten das Paar Michelle und Reto Gribi des Gastgebers Biel Touring mit 2:1 (20:14 Steine) besiegte. Nie so richtig auf Touren kam die Zentralschweizer Vertretung mit Flurina Kobler und Yves Hess. Aus sechs Einsätzen resultierten drei Siege, wobei jene gegen Crans-Montana und Aarau durch glückliche Notoperationen erst im letzten und vorletzten End zu Stande kamen.

WM-Halbfinal ist Minimalvorgabe

Das neue Schweizer Meisterpaar Perret/Rios aus Glarus hat an der in der letzten Aprilwoche in Kanada stattfindenden Mixed-Doubles-Weltmeisterschaft einen äusserst schwierigen Auftrag zu erfüllen. In Lethbridge, dem am Old Man River gelegenen WM-Austragungsort, gilt es, die für einen Schweizer Quotenplatz notwendigen Olympiapunkte sicherzustellen. Nach Meinung der Experten ist hierfür der Vorstoss in die Halbfinals die unabdingbare Voraussetzung. Im gegenteiligen Fall ginge die olympische Premiere im Mixed-Doubles ohne Schweizer Beteiligung vonstatten.

Neben dem Gastgeber Südkorea qualifizieren sich lediglich die sieben punktbesten Nationen für das olympische Turnier. Die erste Möglichkeit, zu Olympiapunkten zu kommen, war vor einem Jahr an der Weltmeisterschaft in Karlstad (Schweden) gänzlich misslungen: Das Zuger Paar Yves Hess/Flurina Kobler belegte im Feld der 42 Nationen den 28. Platz und ging in Bezug auf Olympiapunkte leer aus. Am Glarner Mixed liegt es jetzt, dieses Manko zu beheben. (fm.)

Biel. Schweizer Meisterschaft Mixed-Doubles, Elite. Schlussrangliste: 1. Glarus (Jenny Perret/Martin Rios) 9 Spiele/14 Punkte. 2. Biel Touring (Michelle Gribi/Reto Gribi) 9/12. 3. Limmattal I (Michele Jäggi/Mario Freiberger) 5/8. 4. Aarau (Doris Humbelin/Daniel Gubler) 6/6. 5. Limmattal II (Stephanie Wild/Roger Wild) 6/4. 6. Zug (Flurina Kobler/Yves Hess) 6/4. 7. Crans-Montana (Céline Apothéloz/Fabrice Apothéloz) 6/0. – Resultate des Mixed-Doubles Zug (Flurina Kob­ler/Yves Hess): u. Limmattal I 5:7, s. Crans-Montana 7:6, s. Aarau 8:7, u. Biel Touring 6:9, u. Limmattal II 5:12, u. Glarus 7:9.

Stand nach Olympiapunkten vor der Weltmeisterschaft 2017 in Kanada: Russland 14. China 12. USA 10. Schottland 9. Kanada 8. Estland 7. Finnland 6. England 5. Norwegen 4. Slowakei 3. Österreich 2. Irland 1.


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