«Traum geht in Erfüllung»

BASKETBALL ⋅ Mit dem erstmaligen Playoff-Einzug schreibt Swiss Central Schweizer Basketballgeschichte. Nun will Cheftrainer Danijel Eric gar noch «einen Zacken zulegen».
11. April 2017, 00:00

Daniel Schriber

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Nun ist es offiziell: Nach dem Sieg von Lausanne über Massagno ist Swiss Central Basketball der 8. Platz nicht mehr zu nehmen. Damit steht erstmals überhaupt ein Männerteam aus der Zentralschweiz in den Playoffs. Offen ist einzig, ob Swiss Central die Qualifikation auf Rang 7 oder auf Rang 8 beenden wird – dies wird sich in den verbleibenden zwei Spielen gegen Winterthur und Lausanne zeigen.

Danijel Eric, Gratulation zur Playoff-Qualifikation. Sie und Ihr Team sorgen damit für die grosse Überraschung in dieser Saison.

Für andere mag unsere Playoff-Qualifikation überraschend sein. Ich hingegen habe schon lange daran geglaubt. Trotzdem sind die Freude und die Erleichterung über das Erreichen natürlich riesig. Auch deshalb, weil wir die Saison unter besonderen Voraussetzungen absolvieren.

Wie meinen Sie das?

Nun, Swiss Central agiert mit dem kleinsten Budget der Liga und spielt deshalb als einziges Team nur mit zwei ausländischen Profis. Bei den meisten anderen Mannschaften sind es deren vier. Trotz dieses vermeintlichen Nachteils haben wir stets an uns geglaubt und immer wieder bewiesen, dass wir auch gegen grosse Teams bestehen und sogar siegen können. Für diese Leistung haben unsere Spieler ein grosses Kompliment verdient.

Was bedeutet dieser Erfolg für Swiss Central?

Ich übertreibe wohl nicht, wenn ich sage, dass damit für viele von uns ein Traum in Erfüllung geht. Am meisten freue ich mich für unsere Spieler aus der Region, die nun die Chance erhalten, vor ihrer Haustür Playoff-Basketball zu spielen. Manche von ihnen – darunter zum Beispiel Captain Michael Plüss – halten Swiss Central schon seit der Vereinsgründung 2010 die Treue.

Mit guten Resultaten in den verbleibenden zwei Qualifikationsspielen liegt gar noch Rang 7 drin. Trotzdem: In den Playoffs ist Swiss Central der krasse Aussenseiter.

Zweifellos. Aber diese Rolle gefällt uns ganz gut. (lacht)

Glauben Sie, dass Swiss Central tatsächlich für eine weitere Überraschung sorgen kann?

Wenn wir nicht daran glauben würden, müssten wir gar nicht erst antreten. Die Playoffs sind für uns alle eine Extramotivation, und ich bin überzeugt, dass wir nochmals einen Zacken zulegen können. Klar ist aber auch: Einfach wird es nicht, denn in dieser Phase ist alles nochmals schneller, intensiver, physischer. Die Spitzenteams legen ihren gesamten Fokus auf diese Phase der Saison – und trotzdem glauben wir an unsere Chance.

Woher nehmen Sie diese Zuversicht?

Weil wir nichts, aber auch gar nichts zu verlieren haben. Alles, was jetzt kommt, ist für uns eine Belohnung. Wir können völlig befreit aufspielen und eigentlich nur gewinnen. Die Gegner jedoch stehen gegen uns unter grossem Druck. Sie müssen gewinnen – ohne Wenn und Aber. Vielleicht ist genau das unsere Chance.

Was wünschen Sie sich für das erste Playoff-Heimspiel vom 6. Mai?

Zuallererst freue ich mich ganz einfach auf einen tollen Basketballabend. Und eins garantiere ich schon heute: Unsere Mannschaft wird Vollgas geben und alles dafür tun, um möglichst gute Werbung für unseren Sport zu betreiben. Unser grosses Ziel ist es, 1000 Fans in der Swiss-Central-Farbe Rot in die Maihof-Halle zu kriegen. Wenn uns das gelingt, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.


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