Nachgefragt

Was bleibt besonders in Erinnerung?

Kiantki Thomas, Turnierdirektor
13. September 2016, 00:00

mk. Kiantki Thomas (40) startete seine Karriere nach seinem Abschluss an der University of North Carolina. Nachdem er während den Junioren- und Collegezeiten stets ein Topspieler gewesen war, war der Übertritt auf die Profitour nur logisch. Kiantki war während zehn Jahren auf der ATP- und ITF-Tour aktiv. Während und nach dieser Zeit spielte er zudem auf höchstem Niveau für Clubs in Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Kiantki ist diplomierter Tennislehrer.

Kiantki Thomas, die 11. Austragung der ITF Luzern Junior Competition ist vorbei. Wie fällt Ihr Turnierfazit aus?

Kiantki Thomas: Sehr positiv. Es war eine tolle Woche, und wir hatten mit Ausnahme des verregneten Montags grosses Wetterglück, was es uns erlaubt hat, den Rückstand aufzuholen, ohne in die Halle ausweichen zu müssen. Die Wettkämpfe fanden auf hohem Niveau statt, bei ausgezeichneter Atmosphäre. Wir als Organisatoren sind froh, dass es uns gelungen ist, den Junioren die nötige Professionalität zu bieten.

Im Gegensatz zum Vorjahr haben diesmal trotz grosser internationaler Konkurrenz mehrheitlich Schweizer gewonnen, einzig beim Girls-Doppel siegten eine Russin und eine Deutsche. Damit ist ein Ziel des Turniers erreicht.

Thomas: Absolut, wir wollen dazu beitragen, dass die Spieler von Swiss Tennis zu Hause gute Leistungen bringen und Punkte sammeln können. Wir von der Organisation versuchen, allen Spielern, Trainern und Offiziellen beste Bedingungen zu ermöglichen. Wenn die Einheimischen dann wie in diesem Jahr den Heimvorteil nutzen, ist dies natürlich umso schöner.

Sie selber sind ehemaliger Profi. Was bleibt Ihnen von der Woche besonders in Erinnerung?

Thomas: Wie schon gesagt, war es eine fantastische Woche mit vielen Partien von hoher Qualität. Besonders beeindruckt hat mich der junge Schweizer Luca Stäheli. Er stand am Freitag in zwei Einzelpartien total acht Stunden auf dem Platz, blieb stets positiv und hat nie nach Ausreden gesucht, obwohl die Müdigkeit immer stärker wurde. Das ist eine sehr gute Basis für künftige Erfolge.

Von den drei Schweizer ITF-Turnieren im September (Kreuzlingen, Luzern, Biel) hat Luzern die klar grössten Teilnehmerfelder. Es ist aber noch nie gelungen, die beiden 48er-Qualifikationsfelder voll zu bringen. Ist das ein Ziel für die Zukunft?

Thomas: Genau, wir wollen unser Turnier künftig noch bekannter machen, und natürlich ist es auch das Ziel, dass noch mehr regionale Spieler die Chance nutzen, quasi vor der Haustüre diese ersten internationalen Erfahrungen zu machen. Mittelfristig können wir uns auch vorstellen, ein Grade-3-Turnier auszurichten. Das würde bedeuten, dass noch bessere Junioren nach Luzern kämen und die Qualität der Partien dadurch weiter ansteigen würde. Ob wir das realisieren können, hängt aber von verschiedenen Faktoren ab, nicht zuletzt von den Finanzen.

11. ITF Luzern U18 Competition im TC Luzern Lido (3. bis 10. September). Einzel. Boys. Halbfinals: Aaron Schmid (SUI/1) s. Luca Stäheli (SUI/12) 6:4, 5:7, 7:6 (7:5). Justin Schlageter (GER/2) s. Joel Javier Alt (SUI/4) 6:3, 6:4. – Final: Schmid s. Schlageter 6:3, 6:4. – Girls. Halbfinals: Svenja Ochsner (SUI/1) s. Chantal Sauvant (GER/3) 6:2, 6:2. Fiona Ganz (SUI/1) s. Bojana Klincov (SUI/13) 7:5, 4:6, 6:2. – Final: Ganz s. Ochsner 6:2, 6:2.

Doppel. Final. Boys: Alt/Schmid (1) s. Stäheli/Yannik Steinegger (2) 3:6, 6:4, 10:8. – Girls: Sofia Bezukladova/Sauvant (RUS/GER/3) s. Klincov/Ochsner (2) 0:6, 6:1, 10:7.

Die Resultate der Innerschweizer im Hauptfeld.Boys. 1. Runde: Valentin Grob (SUI) s. Noah Lopez (TC Sursee) 6:2, 6:1. – Girls. 1. Runde: Kristina Milenkovic (TC Sursee) s. Chiara Bordo (ITA) 5:7, 6:2, 6:1. Michelle Lanz (Luzern Lido) s. Marie Lis Cyzerat (FRA) 3:6, 6:3, 6:2. Ivonne Juric (GER) s. Alexandra Wimmer (Allmend Luzern) 1:6, 6:3, 6:4. Toni Nelson (USA) s. Alisa Tahiraj (Sursee) 6:2, 6:2. – 2. Runde: Ochsner s. Milenkovic 6:1, 2:0 w. o. (Rücken). Sauvant s. Lanz 6:2, 6:4.


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