Abstieg – die bittere Pille für den Yachtclub Zug

SEGELN ⋅ Der Yachtclub Zug muss in die zweite Liga absteigen. Trotz viel Kampfgeist konnte das Team mit Skipper Urs Oldani an der letzten Spielrunde der Swiss Sailing Super League die Relegation nicht vermeiden.
03. Oktober 2017, 00:00

Die Ausgangslage vor dem Finale der Schweizer Segelliga war für den Zuger Yachtclub schwierig, nur zwei Punkte trennten ihn von einem Abstiegsplatz, der Ligaerhalt sollte unbedingt gesichert werden. Die Belastung war gross, und entsprechend nervös ging man am vergangenen Freitag in Oberhofen am Thunersee zur fünften und letzten Runde der Super League an den Start. Immer sechs Boote treten bei diesem Modus in wechselnder Besetzung gegeneinander zu kurzen Rennen an. Das Zuger Team mit Gilles Burst, Paco Weiss, ­Silvan Bohren und Urs Oldani bekundete Mühe mit den Leichtwindbedingungen und hatte ein Problem mit dem Bootsspeed. Nach einem letzten Platz im Startrennen kamen die Zuger aber doch langsam in Fahrt.

Richtig gut lief es für das ­Zuger Team dann am Samstag. Obwohl man die wohl besten Schweizer Teams als Gegner hatte, konnte man zwei Rennen nacheinander gewinnen. Urs Oldani hat sich besonders über den ersten Sieg gefreut: «Das entscheidende Manöver machten wir auf dem ersten Vorwindkurs, wo wir früh gehalst haben und so schneller vom neuen Wind profitieren konnten. Das hat uns den entscheidenden Vorsprung gebracht, und den haben wir bis ins Ziel verteidigt.» Einen guten Windriecher hatte die Zuger Crew auch im nächsten Race, das sie wiederum für sich entscheiden konnte.

Wenige Meter fehlten für bessere Platzierung

Die Zuger hatten am letzten Tag kein Wettkampfglück mehr, einmal erhielten sie von der Jury eine Strafe aufgebrummt, dann fehlten nur wenige Meter für eine bessere Platzierung. An diesem Liga-Finale wurde besonders verbissen gekämpft und die Rangliste kräftig durcheinandergeschüttelt. Das Resultat war dann für die Zuger Segler sehr ernüchternd. Obwohl man alles gegeben hatte und mit Rang 9 von zwölf Klubs beim letzten Event auch gar nicht so schlecht klassiert war, reichte es nicht für den Ligaerhalt. Die letztplatzierten Klubs des Zwischenklassements hatten zum letzten Spieltag kräftig aufgerüstet und Verstärkung in ihre Mannschaften geholt. So hatte beispielsweise der Thunersee-Yachtclub, der das Finale am letzten Wochenende gewonnen hat, den Profisegler Chris Rast verpflichtet.

Die Zuger bleiben ihrem Amateurstatus treu und nehmen es gelassen. Natürlich ist es schade, dass die Zentralschweiz damit nicht mehr in der ersten Segelliga vertreten ist, immerhin werden nächste Saison neben dem Yachtclub Zug auch der Segelclub Cham und der Yachtclub Luzern in der Challenge League, der 2. Liga, mitsegeln. Aufstiegsträume dürfen immer gehegt werden.

Walter Rudin

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Resultate: swiss-sailing-league.ch


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