Ein schwacher Tag im falschen Moment

UNIHOCKEY ⋅ Ad Astra Sarnen unterliegt im Spitzenkampf gegen Basel Regio mit 8:10. Zu viele Eigenfehler verhindern einen Sieg gegen den Leader.
05. Dezember 2017, 00:00

Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit fiel die Entscheidung im torreichen Spitzenspiel zwischen Unihockey Basel Regio und Ad Astra Sarnen. Markus Sutter nutzte den Platz, den ihm die Sarner Hintermannschaft gewährte und traf überlegt zum 9:8. Sarnen konnte darauf nicht mehr reagieren, zwei ärgerliche Strafen nahmen ihnen jegliche Chancen, nochmals den Ausgleich zu erzielen. «40 Minuten lang war nicht das Ad Astra Sarnen auf dem Feld, das wir eigentlich kennen», bedauerte Coach Otto Moilanen nach dem Spiel. «Unsere Ballkontrolle war mehr als mangelhaft, wir hatten unerklärlich viele Ballverluste. Das war der Hauptgrund für die Niederlage.» Ebenfalls auffällig: Ad Astra diskutierte oft mit den Unparteiischen und liess sich davon scheinbar ablenken. «Wir kommentierten unnötig viele Entscheide der Schiedsrichter, anstatt uns auf das eigene Spiel zu konzentrieren», nervte sich Routinier Roger Berchtold. «Das ist eigentlich nicht unsere Art und hat noch kaum je einmal geholfen. Das müssen wir abstellen.»

Basel auf der Gegenseite nutzte die Ausschlüsse der Sarner gnadenlos aus und erzielte deren drei Treffer in Überzahl und einen, als ein Obwaldner zurückkam von der Strafbank.

Zu viele Strafen im Mitteldrittel

Ad Astra hatte Mühe, den Tritt in die Partie zu finden. Basel startete besser und setzte mit einem aktiven Pressing die Sarner früh beim Spielaufbau unter Druck. Dies zeigte Wirkung: Die Obwaldner verloren viele Bälle, und die Basler kamen vermehrt zu guten Konterchancen. Folgerichtig ging Basel in der fünften Minute erstmals in Führung. Auch der Leader zeigte sich jedoch in der Defensive verwundbar, so dass die Seiten beim Spielstand von 3:3 erstmals gewechselt wurden. «Mit diesem Resultat nach 20 Minuten konnten wir grundsätzlich sehr zufrieden sein, denn das war definitiv kein gutes Drittel von uns.»

Im Mitteldrittel wurde der Spielfluss durch viele Strafen gebrochen. Das Heimteam nutzte dies zu seinen Gunsten. Besonders ärgerlich aus Sicht der Sarner: Das 6:4 durch Jolma fiel quasi mit der Pausensirene. So startete Ad Astra mit einer Zwei-Tore-Hypothek ins letzte Drittel.

Erst im Schlussdrittel zeigte sich die Mannschaft von Moilanen von der besseren Seite. Die Sarner trugen nun mehr Sorge zum Ball und liessen diesen besser in den eigenen Reihen laufen. Die Folge davon: Liikanen und Zurmühle konnten das Spiel bis zur 50. Minute wieder ausgleichen.

Zehn Punkte Rückstand auf den Leader

Was dann geschah, ärgerte Berchtold: «Wir mühten uns ab und kamen zurück, kassierten aber dreimal nur kurz nach einem eigenen Treffer wieder einen Gegentreffer. Da müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen.» Schliesslich endete der Spitzenkampf mit dem gleichen Ergebnis wie in der Hinrunde.

Ad Astra verpasste es somit, den Rückstand auf den Leader zu verkürzen und liegt nun mit zehn Punkten Rückstand auf dem dritten Rang. Nun haben die Obwaldner ein Wochenende frei, bevor es zum nächsten schwierigen Spiel kommt: Als nächstes reist das zweitplatzierte Floorball Thurgau nach Sarnen. (jh)

Basel Regio – Sarnen 10:8 (3:3, 3:1, 4:4)

Sandgruben. – 180 Zuschauer. – SR Häusler/Streit. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Basel; 5-mal 2 Minuten gegen Sarnen.

Tore: 5. Krähenbühl (Schwob) 1:0. 7:56 Ming (J. von Wyl) 1:1. 8:20 Jolma (P. Mendelin) 2:1. 8:28 Markström (Eronen) 2:2. 14. Jolma (Schaffter) 3:2. 19:15 Abegg (Boschung) 3:3. 28. P. Mendelin (Sutter) 4:3. 31. P. Mendelin (Schwob/Ausschluss Höltschi) 5:3. 38. Abegg (Eronen/Ausschluss Rudin) 5:4. 39:39 Jolma (P. Mendelin/Ausschluss Eronen) 6:4. 42. Liikanen 6:5. 50. Zurmühle (Liikanen) 6:6. 52. Kasenurm (Krähenbühl) 7:6. 53. Haas (Ming) 7:7. 54. Kasenurm (Krähenbühl) 8:7. 56. Boschung (Eronen) 8:8. 58. Sutter (Kasenurm) 9:8. 59:41 Sutter (Jolma/Ausschlüsse Boschung und Haas) 10:8.

Sarnen: Britschgi; Läubli, Berchtold; B. von Wyl, Pass; Höltschi, J. von Wyl; R. Schöni, Zurmühle, Liikanen; Abegg, Markström, ­Eronen; Ming, Amstutz, C. von Wyl; Boschung, Haas. – Bemerkungen: 34. R. Schöni verschiesst Penalty. Kasenurm (Basel) und Eronen als beste Spieler ausgezeichnet.

Coach Ad Astra Sarnen


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