FC Ebikon darf durchatmen

3. LIGA ⋅ Ebikon entledigt sich aller Abstiegssorgen in der Gruppe 2. Nach dieser 0:3-Niederlage ist Rothenburg praktisch abgestiegen.
16. Mai 2017, 00:00

«Wir wussten, dass wir Qualitäten für die 3. Liga haben. Angst um die Klassenzugehörigkeit hatte ich in den letzten Wochen nie, da sich das Team sehr gut auf die Rückrunde vorbereitete. Wir konnten im richtigen Moment punkten und waren bereit für die Herausforderung», freute sich Ebikon-Trainer Marc Odermatt (41). «Wir hatten den Glauben nie verloren. Auch wenn die Resultate nicht immer stimmten, haben wir uns nicht unterkriegen lassen», ist Odermatt überzeugt.

Speziell gefreut haben ihn die Fortschritte im konditionellen Bereich unter Konditionstrainer Patrick Amstutz (36). Mit dem sechsten Sieg (3:0 gegen Rothenburg) im 19. Spiel haben die Rontaler den Ligaerhalt nun auf sicher und sogar Sichtweite zum Mittelfeld. «Wir liegen nur fünf Zähler hinter einem Top-6-Platz. Es muss unser Ziel sein, noch den einen oder anderen Rang gutzumachen», fordert Odermatt, der nächste Saison Trainer in Hergiswil (2. Liga interregional) wird. Für ihn kommt Viktor Vrhovac von Hildisrieden (4. Liga, Aufstiegsrunde). Mit den Partien gegen den Luzerner SC, Kriens II und Alpnach schliesst Ebikon die Qualifikation ab.

Zu wenig Erfahrung im Ebikoner Kader

«Die jüngsten Siege gegen Südstern und Rothenburg waren wichtig für das Selbstvertrauen», weiss Fabio Brunner. Mit 26 Jahren gehört der Stürmer zu den Ältesten im Kader der Rontaler. Brunner: «Die Erleichterung ist gross, dass der Klassenerhalt fix ist. Gerade für die jungen Spieler ist es wichtig, dass die Belastung siegen zu müssen gewichen ist.»

Brunner, der früher selber einmal in der 2. Liga (beim Stammverein Meggen) kickte, nennt auch die Gründe für die bisher durchzogene Saison: «Uns fehlte ein guter Mix aus jungen und erfahrenen Akteuren. Wir waren zu jung, und auch die personelle Breite fehlte.» Bemängelt wurde von Brunner zudem, dass der absolute Siegeswille nicht immer zu 100 Prozent vorhanden war. Brunner: «Für den Verein mit seiner Juniorenabteilung, die im Team Rontal ausgebildet werden, ist es wichtig, dass das Fanionteam in der 3. Liga spielt.»

Lehrreiche Saison für die Rothenburger

«Wir wollen mit Anstand die Meisterschaft beenden. Soll heissen, den einen oder anderen Punkt noch einzufahren», hofft Rothenburgs Spielertrainer Daniel Senn. Keine grossen Chancen mehr auf den Verbleib in der 3. Liga sieht der 34-jährige Mittelfeldspieler. «Noch sind wir nicht abgestiegen, doch ich bin auch Realist. Die Hypothek von sieben Punkten auf den rettenden zehnten Rang bei drei verbleibenden Partien ist gross. Wir hätten gegen Ebikon einen Sieg landen müssen, dann wäre ein spannender Schlussspurt möglich gewesen.» Senn spricht aber von einer lehrreichen Saison: «Viele meiner Akteure konnten erstmals 3.-Liga-Luft schnuppern. Sie werden von diesen Erfahrungen profitieren.»

Wo sieht Senn die Gründe, dass man zu 99 Prozent wieder in die 4. Liga muss? «Wir sind vor einem Jahr als 2. Mannschaft aufgestiegen. Als Reserveteam musste man sich mit dem möglichen Abstiegsszenario befassen. Es fehlte die Kaderbreite, dazu kamen viele Verletzte. Letztlich fehlt auch die Qualität für diese Liga.» Das Restprogramm für die Rothenburger: Südstern, Buttisholz und Luzerner SC.

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

«Wir hatten den Glauben nie verloren. Auch wenn die Resultate nicht immer stimmten, haben wir uns nicht unterkriegen lassen.»

Marc Odermatt

Trainer FC Ebikon


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