Luzerner Löwen lassen sich vorführen

AMERICAN FOOTBALL ⋅ Die Luzern Lions starten mit einer 7:33-Niederlage gegen die Winterthur Warriors in die NLA-Saison. Pech hat Import-Spieler Keith Hilson aus den USA, der das Spielfeld verletzt verlassen musste.
10. April 2018, 00:00

Michael Wyss

regionalsport@xy.ch

«Wir haben uns einen anderen Auftakt erhofft und wollten unbedingt mit einem Sieg in die neue Spielzeit starten. Wir sind sicher auch selber schuld und müssen uns an der eigenen Nase nehmen, denn wir zeigten erst nach dem Seitenwechsel unsere Qualitäten», so ein enttäuschter Lions-Spieler Carl Holdt (23, Linebacker). Offensiv konnte das Team des neuen Headcoach John Stevenson lange Zeit keine Akzente setzen. Die Viertelsergebnisse verdeutlichen dies: 0:7, 0:14, 0:12 und 7:0. Die ersten Punkte in diesem Spiel realisierte der Liganeuling erst im letzten Viertel. «Die zweite Halbzeit war um einiges besser, hier können wir aufbauen. Es ist wichtig, dass wir die nötigen Lehren aus diesem Spiel ziehen und es am zweiten Spieltag besser machen», so Vizepräsident und Lions Spieler Michel Beljean (31, Linebacker). Holdt: «Wir wussten auch nicht, wo wir stehen, denn wir hatten noch keinen Ernstkampf bestritten, nach dem das Startspiel in Genf verschoben wurde.» Ganz im Gegenteil die Warriors, die bereits zwei Partien absolvierten und mit dem jüngsten Siegeserlebnis gegen die Gladiators Basel (20:6) mit bester Moral in die Innerschweiz reisten. Verletzt schied zudem der US-Amerikaner Keith Hilson (33) aus, der mit der Ambulanz in Spitalpflege gebracht wurde. Laut Präsident Jannik Niklaus (37) ist derzeit nicht klar, wie schlimm es um die Verletzung des Quarterbacks steht.

Grosses Zuschauerinteresse

Während die Lions noch nicht ganz in der NLA angekommen scheinen, war das Publikum schon mal erstklassig. Rund 450 Fans sorgten auf der Allmend Süd (Platz 31) für eine tolle Stimmung. «Sensationell dieser Aufmarsch. Schade, konnten wir unserem Publikum keinen Sieg schenken. Doch wir stehen wieder auf nach dieser Niederlage», gibt sich Niklaus kämpferisch.

Besser machen können es die Lions am nächsten Sonntag (14.00, Rankhof Basel), wenn sie gegen die Basel Gladiators, die mit zwei Niederlagen starteten, spielen. Eine bereits wegweisende Partie steht für den Aufsteiger auf dem Programm, wenn man einen Blick auf die Rangliste wirft. Im Kampf um den direkten Ligaerhalt (5. Rang) und einer möglichen Playoffteilnahme (Top-4), die jedoch momentan von sekundärer Bedeutung ist und Zugabe wäre, käme ein Sieg in der Nordwestschweiz gelegen. Niklaus: «In diesem Spiel warten sogenannte ‹Big-Points› auf uns.»

American Football, NLA

Rangliste: 1. Calanda Broncos 3/6. 2. Winterthur Warriors 3/4. 3. Geneva Seahawks 1/2. 4. Luzern Lions 1/0. 5. Basel Gladiators 2/0. 6. Bern Grizzlies 2/0.


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