Oldani etabliert Zuger Yachtclub im Mittelfeld

SEGELN ⋅ Der Yachtclub Zug hält in der Schweizer Segelliga im Feld der zwölf besten Klubteams gut mit. Nach missratenem Auftakt mit Frühstart steigert sich das Team von Urs Oldani mit jeder Wettfahrt.
16. Mai 2017, 00:00

Bekannt ist Urs Oldani eigentlich als guter Regatteur der Esse850-Klasse. Erst auf diese Saison hat er sein Interesse angemeldet, bei der Vereinsmeisterschaft der Schweizer Segler mitzumachen, wo der Yachtclub Zug als Gründungsmitglied in der höchsten Liga mitsegelt. Damit hatte er sich gleich zwei Herausforderungen zu stellen: Er musste sich an einen neuen Bootstyp gewöhnen – in der Sailing League wird mit J/70-Jachten gesegelt – ,und er hatte sich in einem neuen Team mit anderen Seglern zurechtzufinden.

Der Stadtzuger Architekt hatte für seinen Entschluss mehrere überzeugende Argumente: «Du kannst hier an einen Anlass gehen, ohne ein Boot mitzuschleppen. Zudem ist das Format cool, und die kurzen, schnellen Rennen machen Spass. Weil es eine Clubveranstaltung ist, werden die Mannschaften komplett neu durchmischt, es segeln jetzt Clubmitglieder zusammen, die vorher mit eigenen Projekten engagiert waren. Das ist für die sportliche Entwicklung unseres Vereins sehr wertvoll.»

Disqualifikation im ersten Rennen

Das Team Oldani hatte sich auf der vereinseigenen Yacht gut vorbereitet und im Vorfeld auch an einer J/70-Regatta am Bodensee teilgenommen. Trotzdem, an einem Spieltag der Segelliga steuerte Oldani am letzten Wochenende zum ersten Mal, und er wusste, wie hoch das Niveau dort ist und wie eng es im kleinen Feld der sechs Yachten jeweils zugeht.

Der Auftakt zu Akt 2 der Schweizer Segelliga misslang den übermotivierten Zugern. Nach Ansicht der Jury hatte das Zuger Boot am Freitag bei der ersten Wettfahrt die Startlinie zu früh überquert und wurde disqualifiziert. Und auch im zweiten Rennen ging die angestrebte Taktik nicht auf, das Team wurde zudem durch den drehenden Wind benachteiligt und kam nicht über den vorletzten Platz hinaus.

Es herrschten schwierige Verhältnisse im Stadtzürcher See­becken. Oft gab es stundenlange Flaute, dann mit einbrechenden Gewitterfronten aber auch plötzlich viel Wind. Das schien den Zugern besser zu behagen. Mit jedem Rennen platzierte man sich einen Rang besser. Am späten Samstagabend bei der letzten Wettfahrt reichte es bei aufkommendem Gewitter sogar zu Platz zwei. «Es war ein spannender Lauf», meinte Oldani später, «alle Schiffe waren auf einer Linie, und mit einem geschickten Manöver im richtigen Moment konnten wir eine Böe optimal ausnutzen und mit vollem Speed ins Ziel rauschen.» Am Sonntag gab es wegen Flaute keine Startgelegenheit mehr.

Walter Rudin

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Swiss Sailing League

Zürich. Super League, Act 2. Schlussrangliste: 1. Oberhofen 11 Punkte. 2. Kreuzlingen 11. 3. Bodensee 12. 4. Geneve 15. 5. Neuchatel 17. 6. Yachtclub Bielersee 18. 7. Yachtclub Zug 20. 8. Zurcher Yacht-Club 21. 9.Zurcher Segel-Club 21. 10. La Neuveville 21. 11. Rolloise 22. 12. Thunersee 25.


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