Playoff-Tür steht weit offen

BASKETBALL ⋅ Vieles ist neu beim Luzerner Frauen-NLB-Team STV Luzern. Doch es weiss zu gefallen. Das anvisierte Ziel ist ganz nahe.
28. November 2017, 00:00

Theres Bühmann

theres.buehlmann@luzernerzeitung.ch

Es war durchaus eine ansprechende Partie am vergangenen Samstag in der Wartegghalle ­zwischen dem Luzerner NLB-Frauenteam und Baden, bei der die Gastgeberinnen einen 67:59-Sieg landeten. Allzugrosse Erwartungen werden an die Luzernerinnen nicht gestellt, denn die Mannschaft wurde auf diese ­Saison ziemlich umgekrempelt, nachdem im Frühling die geplante Übernahme des damaligen Teams Luzern Highflyers durch den LK Zug scheiterte, nicht zuletzt auch aus finanziellen Gründen. Eine Crowdfunding-Aktion brachte nicht den erhofften Erfolg, nun geht diese Equipe unter dem Namen STV Luzern Basket auf Punktejagd.

Roger Getzmann ist neuer Trainer

Mit dem in Sursee wohnhaften Roger Getzmann (44) wurde ein neuer Trainer engagiert, der einst auch das Surseer Frauen-NLA-Team betreute. Viele der ehe­maligen Highflyers-Spielerinnen sind nach wie vor dabei, unter anderen junge Akteurinnen wie die beiden 15-jährigen Tijana Susakovic und Milla Prsic, aber auch die erfahrenen Veronika Sakica, Valery Vangen und Eltiona Miroci. Vom Team Alte Kanti Aarau kehrten Kristina und Dijana Milenkovic wieder nach Luzern zurück. «Wir verfügen über eine Mischung aus jungen Spielerinnen und routinierten Kräften. Unser Bestreben ist es, Fortschritte zu erzielen und auszuloten, was für die Zukunft möglich ist», sagte Trainer Getzmann. Als Ziel werden die Playoffs anvisiert, und diese liegen in Griffweite.

Drei Teams aus der Gruppe Ost und vier aus der Gruppe West können diese erreichen. Luzern liegt ein Spiel vor Qualifikationsende auf Rang 2 und bekommt es am nächsten Wochenende noch mit Schlusslicht Cassarate zu tun. Die Playoffs sind somit schon fast in trockenen Tüchern.

Die sechs Siege lassen sich sehen

Die bisherigen sechs Siege aus neun Partien lassen sich durchaus sehen. Auch jener am Samstag gegen Baden. Luzern erwischte zwar einen schlechten Start, rannte mehr oder weniger permanent einem Rückstand hinterher, schaffte es ab und zu auszugleichen (15:15, 21:21), doch zu einer Führung reichte es nicht. Beim Stande von 26:27 wurden die Seiten gewechselt, dann nahm Luzerns Spiel richtig Fahrt auf. Das Getzmann-Team erspielte sich einen Vorsprung von 19 Punkten (59:40). Doch Baden gab sich nicht geschlagen, rückte näher, die Gastgeberinnen brachten die Führung aber über die Runden. «Die Equipe verfügt noch nicht über genügend Stabilität, Sicherheit und Selbstvertrauen», sagte Getzmann nach der Partie. Beste Punktelieferantin für Luzern war Veronika Sakica. «Ich musste mich auch erst an die neue Teamzusammensetzung gewöhnen», so die 22-Jährige, die sich als Ziel ebenfalls die Playoffs vorgenommen hat. «In dieser Mannschaft steckt Potenzial.»

Frauen, NLB

Rangliste: 1. Alte Kanti Aarau 9/18. 2. STV Luzern Basket 9/12. 3. Grasshopper Club Zürich U23 9/10. 4. Baden 9/10. 5. Arlesheim 9/2. 6. Cassarate Basket Lugano 9/0.

STV Luzern – Baden 67:59 (26:27)

Wartegg. – 30 Zuschauer. – STV Luzern: Veronika Sakica (18), Susakovic, Stojic (3), Miroci (9), Dijana Milenkovic (10), Pajkanovic (6), Birrer (4), Kristina Milenkovic (5), Prsic, Pavlovic, Vangen (12). – Bemerkung: Luzern ohne Valentina Sakica (verletzt).


Anzeige: