Sinser Frust im Aufsteigerduell

2. LIGA REGIONAL ⋅ Das Aufsteigerduell zum Abschluss der Vorrunde verliert Sins gegen Schattdorf mit 1:2. Ein Remis hätten sich die Freiämter verdient gehabt.
07. November 2017, 00:00

Michael Wyss

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«Wenn ich die Tabelle betrachte, fehlen einige Punkte. Auch aus dieser Partie», monierte Sins-Assistenztrainer Stefan Suter (35). Sein Frust war verständlich. Aus dem Aufsteigerduell sollten drei Punkte realisiert werden. «Wir wollten den Sieg. Ein Heimspiel gegen einen Mitaufsteiger muss man einfach gewinnen, wenn man in der Liga bleiben will», zeigte sich Sins-Trainer Edi von Moos (38) nach der 1:2-Niederlage enttäuscht. Chancen für ein Remis erspielte sich sein Team genügend. In der Schlussviertelstunde waren es drei oder vier 100-prozentige Möglichkeiten, die nicht genutzt wurden. Doch er zeigte sich auch stolz. «Wir haben als Aufsteiger eine gute Figur abgegeben. Wir überwintern mit 14 Punkten auf dem elften Platz. Das ist in Ordnung. Dass wir in der Liga mithalten konnten, haben wir bewiesen. Die Klassenzugehörigkeit ist machbar. Es wird ein schwieriges, aber machbares Unterfangen.»

Positiv auf den bisherigen Verlauf von Sins zeigte sich auch der 30-jährige Stürmer Jeremias Würsch. «Wir waren kein Punktelieferant, ein würdiger Aufsteiger. Spielerisch zeigten wir ganz gute Aufritte. Ein Manko ist sicher unsere Effizienz.» Mit 21 Treffern stellen die Aargauer die zweitschlechteste Offensivabteilung in der regionalen 2. Liga. «Aufwand und Ertrag stimmten nicht immer. Wir brauchen sehr viele Chancen. Da müssen wir uns steigern», ist Würsch überzeugt. Steigern müssen sich die Freiämter auch in Sachen Konstanz. «Manchmal agieren wir unkonzentriert, bauen den Gegner unnötig auf oder schenken ihnen Tore aus dem Nichts. Doch das ist auf die fehlende Erfahrung zurückzuführen. Ich mache unseren jungen Spielern deshalb keinen Vorwurf. Das ist ein Reifeprozess, den sie durchleben.»

Sins feiert 2018 übrigens das 50-jährige Bestehen. Mit dem Verbleib in der höchsten regionalen Liga könnte das Fanionteam dem Verein das grösste Geschenk gleich selber machen. Am Wochenende vom 24./25. August geht das Jubiläumsfest über die Bühne. Von Moos: «Wir setzen alles daran, dass wir das Jubiläum mit einem Fanionteam in der 2. Liga begehen können. Der Frühling wird eine grosse Challenge für mein Team.»

Beeindruckende Vorrunde von Schattdorf

Einer der ersten Gratulanten nach dem 2:1-Sieg auf der Sportanlage Letten war Schattdorfs Sportchef René Gnos (36): «Das war ein erfolgreicher Abschluss einer beeindruckenden Vorrunde. Als Neuling haben wir super Arbeit geleistet. Ich bin stolz auf dieses Team.» Sichtlich erleichtert war auch Verteidiger Martin Hürlimann (29): «Die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Wir stehen verdientermassen auf dem vierten Rang. Wir geniessen diesen Moment, lassen uns aber nicht blenden. Unser Ziel ist und bleibt, die Klasse zu halten. Das geniesst erste Priorität.» Dasselbe fordert auch Trainer Mario Trovatelli (37): «Die 21 Punkte haben wir uns hart erarbeitet und verdient. Dass wir nun fünf Siege in Folge feiern konnten, zeugt auch von viel Qualität und einer grossen Winnermentalität in meinem Team.»

Mit dem «Uristier» ist in der Rückrunde sicher zu rechnen. Auch wenn man derzeit (noch) tiefstapelt, ist Schattdorf für jeden Gegner unberechenbar. Hürlimann: «Wir wissen, was wir können, und wenn jeder seine Leistungen bringt und Qualität abruft, können wir gegen jedes Team etwas Positives holen.»


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