Stans fehlt noch ein Schritt zur NLB

HANDBALL ⋅ Die Ausgangslage ist nicht komfortabel, aber sie ist gut. Der BSV Stans schlägt die Seen Tigers zu Hause mit 25:24 Toren und kann am nächsten Samstag den Aufstieg in die NLB perfekt machen.
16. Mai 2017, 00:00

Stephan Santschi

stephan.santschi@regionalsport.ch

Im April 2014 verabschiedete sich der BSV Stans mit Trainer Carlos Lima aus der NLB. Nun, drei Jahre später, kann die Mannschaft mit Spielertrainer Thomas Mohenski die Rückkehr schaffen. Das Hinspiel der Aufstiegsbarrage (1. Liga/NLB) gewannen die Nidwaldner gegen die Seen Tigers am Sonntag in der Eichlihalle mit 25:24, am nächsten Samstag kommt es in Winterthur (15.00, Eishalle Zielbau Arena) zum Rückspiel. Gewertet werden die Ergebnisse im Europacup-Modus, das heisst, jenes Team mit dem besseren Gesamtskore setzt sich durch, bei Gleichstand entscheidet die höhere Anzahl erzielter Auswärtsstore.

Thomas Mohenski zu Hause verabschiedet

Die Stanser steigen also mit dem kleinsten aller Vorsprünge in die Reprise. «Damit bin ich auf jeden Fall zufrieden», sagt Mohenski, immerhin hat man den Sieger der Finalrundengruppe 1 besiegen können. Sein Team lag meistens im Vorsprung, konnte sich aber nie mit mehr als drei Toren absetzen. «Wir trafen auf den erwartet schweren Gegner – mit viel Erfahrung und starker Physis.» Wer sich die Mannschaftsliste der Seen Tigers etwas genauer anschaut, stösst auf einige bekannte Namen, die vor mehr oder weniger langer Zeit in der NLA spielten. Mathias Oltmanns (ex BSV Bern, Pfadi Winterthur, Kadetten Schaffhausen) beispielsweise. Oder Vaidas Klimciauskas (Kadetten, GC Amicitia Zürich), Raphael Liniger (Pfadi, St. Otmar St. Gallen) und Gregory Von Ballmoos (Pfadi, GC Amicitia).

In einer ausgeglichenen Partie schenkten sich beide Teams nichts, die Tore mussten hart erarbeitet werden. Die Seen Tigers machten dem BSV Stans mit einer 5:1-Defensive und viel Muskelmasse das Leben schwer. «Wir haben unsere Angriffe oft nicht clever ausspielen können, gerieten ins Zeitspiel und kamen nur zu wenigen einfachen Toren.» Im Gegenzug machten die Nidwaldner auch in der Deckung vieles richtig, hatten vor allem Spielmacher Liniger gut im Griff. «Es war wichtig, dass Liniger nicht in Fahrt gekommen ist. Er oder Klimciauskas dürfen gut spielen, aber nicht beide, das mag es nicht leiden», sagt Mohenski mit Bezug auf die individuelle Klasse der beiden Rückraumspieler.

In den eigenen Reihen freute er sich derweil über die geschlossene Mannschaftsleistung, auch als die Winterthurer resultatmässig jeweils aufschlossen und es brenzlig wurde, habe man kühlen Kopf bewahrt. Erfreulich war dabei das frühe Comeback von Gianluca Lima. Der Linkshänder hatte sich vor einem Monat gegen die SG Pilatus eine Kapsel- und Bänderverletzung am Fuss zugezogen und fürchtete das Saisonende. Am Sonntag traf er fünf Mal ins gegnerische Netz und leistete auch wichtige Defensivarbeit. Für das Rückspiel am nächsten Samstag ist also alles offen. «Wir brauchen nicht zu rechnen, wir müssen einfach nochmals gewinnen, dann ist alles klar», sagt Mohenski zur knappen Ausgangslage. So oder so wird es für ihn, der heute 37 Jahre alt wird, das letzte Spiel im Dress der Stanser sein, Mohenski tritt vom Handball zurück. Am letzten Sonntag wurde er in der Eichlihalle vor 864 Zuschauern offiziell verabschiedet.

Aufstieg 1. Liga/NLB

BSV Stans – Seen Tigers 25:24 (12:11)

Eichli. – 864 Zuschauer. – SR Joss/Ouardani. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Stans; 5-mal 2 Minuten gegen Seen Tigers.

BSV Stans: Arnosti; Mohenski, Imfeld (2), Niederberger (1), Hasler, Christen (4), Dario Wanner (1), Kuster (2), Achermann, Livio Wanner (3), Henrich (7/2), Lima (5), Mayabanza.

Seen Tigers: Kleinschmidt/Hauser; Meili, Weber (3), Siegenthaler, Graf (1), Oltmanns, Müller (2), Klimciauskas (4), Kiss (1), Liniger (2), Nussli (3), Huwiler (3), Von Ballmoos (5/3).

Bemerkung: Arnosti pariert Penalty von Liniger (5./3:1).


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