Team Flims ist für die Trials gerüstet

10. Oktober 2017, 00:00

Curling Wenige Tage vor der morgen Mittwoch in Biel beginnenden Ausscheidung für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang wies sich das Flimser Team von Skip Binia Feltscher am Women’s Masters Basel über eine solide Form aus. Nach einer überraschenden Start­niederlage gegen Dänemark und dem im Extra-End gegen Korea verhinderten Absturz auf die C-Strasse reihte das Bündner Quartett Sieg an Sieg. Im Final erst mussten sich die Weltmeisterinnen von 2016 Chinas Nationalequipe geschlagen geben.

Die beiden zum engsten Favoritenkreis zählenden aktuellen Medaillengewinnerinnen konnten ihr wahres Können auf Arlesheimer Eis nicht wie gewünscht zur Geltung bringen. Anna Sidorova, die an der letzten WM in Peking für Russland Silber gewann, strauchelte an der Schwelle zu den Playoffs an Korea. Die mit Olympia-, WM- und EM-Bronze dekorierte Schottin Eve Muir­head schaffte zwar auf Umwegen über die B- und C-Road die Playoffs, musste sich aber gleich in den Viertelfinals ihrer nationalen Herausforderin Hannah Fleming 4:5 geschlagen geben.

Luzerner Juniorinnen sammeln Erfahrungen

Vielversprechend gingen Luzerns Juniorinnen zu Werk. Nach zwei Ends führten sie im Eröffnungsspiel gegen Fleming mit 4:0-Steinen. Die Replik folgte auf dem Fusse: Drei schottische Dreierhäuser in den nächsten vier Ends liessen die Luzernerinnen resignieren. Eine gute Halbzeit lang konnte das von Sandra Witschonke gecoachte Quartett mit Selina Witschonke, Elena Mathis, Melina Bezzola und Anna Gut auch mit den Koreanerinnen mithalten. Gegnerisches Einbahn-Curling musste es erst in der Abschiedspartie gegen Tschechien hinnehmen. «Das Niveau in der Elite ist höher als bei den Juniorinnen. Die Taktik wird auf dem Eis dann auch exakter umgesetzt. Basel war für uns eine gute Lektion. Davon wollen wir die nächsten zwei Wochen an Turnieren in Ottawa profitieren», zog Selina Witschonke aus den drei Niederlagen eine erste heilsame Lehre.

Briar Hürlimann, die Zugerin, die im Wetzikoner Team die letzten Steine legt, musste sich im vierten Game nach Niederlagen gegen Japan, Italien und Korea verabschieden. Mit sechs Einsätzen war die Zugerin Raphaela Keiser, Skip der Entente Flims/St. Gallen, am längsten auf Arlesheimer Eis im Einsatz und damit beste Innerschweizerin. (fm)

Arlesheim. Women’s Masters Basel. 2. Turnier der zur europäischen World Curling Tour zählenden Europa-Masters-Serie (24 Teams/32 000 Franken Preisgeld). Viertelfinals: Japan (Fujisawa) s. Korea (Kim) 5:4. China (Wang) s. Schweden (Norberg) 7:2. Flims (Feltscher) s. Japan (Matsumura) 6:3. Lockerbie SCO (Fleming) s. Perth SCO ­(Muirhead 5:4. – Halbfinals: China (Wang) s. Japan (Fujisawa) 5:4. Flims (Feltscher) s. Lockerbie SCO (Fleming) 8:1. – Final: China (Wang) s. Flims (Feltscher) 9:3.

Resultate Team VLCC Juniorinnen (Skip: Selina Witschonke, Elena Mathis, Melina Bezzola, Lead Anna Gut; Coach: Sandra Witschonke): u. Schottland (Anette Norberg) 4:10, u. Korea (Eunjung Kim) 3:6, u. Tschechien (Anna Kubeskova) 2:8.


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