Tessiner Power beim HC Luzern

EISHOCKEY ⋅ Der 21-jährige Elia Gayer absolviert in Kastanienbaum eine dreijährige Ausbildung. Für den Stürmer mit ein Grund, dass er von Ascona zum HC Luzern wechselte.
10. Oktober 2017, 00:00

«Ich will eines Tages ein Restaurant oder einen Night-Danceclub eröffnen. Das ist einer meiner grossen Träume», blickt der 21-jährige Elia Gayer in die Zukunft. Der Südschweizer, aufgewachsen in Ascona, besucht derzeit in Kastanienbaum das International Management Institute (IMI), eine führende Schweizer Hotelfachschule.

«Als ich mich für diese dreijährige Ausbildung entschieden habe, wusste ich, dass ich zum HC Luzern wechseln werde. Der HCL ist ein Verein, der gute Perspektiven besitzt, geografisch nahe zu meiner Ausbildungs- und Wohnstätte in Kastanienbaum liegt und mittelfristig in die erste Liga aufsteigen will. Hier kann ich mich auch eishockeytechnisch weiterentwickeln.»

Gayer, der bei seinem Stammverein HC Ascona die Freude zum Eishockey entdeckte, spielte auch bei Ambri-Piotta im Nachwuchs (Mini, Novizen und Elite). Doch den Asconesi zog es wieder zu seinen Wurzeln zurück. Beim HC Ascona erlebte der Stürmer auch seine schönste und erfolgreichste Zeit. «Wir schafften in der Saison 2015/16 die Promotion in die 2. Liga und gewannen den Tessiner-Cup. Das war unvergesslich. Es war eine Saison, in der einfach alles zusammenpasste.» Im letzten Frühling stieg Ascona von der zweiten in die dritte Liga ab. «Das war bitter. Der Abstieg war eine grosse Enttäuschung.»

Doch jetzt hat Gayer wieder Erfolg: Siegen, das tut der Tessiner nun mit dem HCL. Drei Spiele, drei Siege, neun Punkte. Ist Gayer zufrieden? «Ja, resultatmässig gibt es nichts zu kritisieren. Wir sind auf gutem Weg. Der Start ist geglückt. Nun müssen wir aber weiter hart arbeiten. Die guten Teams warten erst noch auf uns», weiss der Stürmer. Am nächsten Sonntag (16.45, Centro Sportivo) kommt es auswärts mit Bellinzona zu einer ersten schwierigen, aber dennoch lösbaren Aufgabe. «Ich freue mich auf das Spiel. Wenn du als Tessiner gegen eine Südschweizer Mannschaft spielen kannst, ist das sicher sehr speziell. Es motiviert mich, weil ich den einen oder anderen Spieler kenne.»

Warum bleibt der HCL auch nach dem vierten Spieltag ungeschlagen? Gayer: «Wir werden den grösseren Siegeswillen aufbringen, diszipliniert spielen und sind als Team stärker. Der HCL ist auch in physischer und technischer Hinsicht besser. Das sind unsere Trümpfe, die wir im Tessin ausspielen werden.»

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

2. Liga, Gruppe 1

3. Runde: Dürnten – Küsnacht ZH 8:1. Luzern – Seewen 8:4. Zug – Bellinzona 3:2. Sursee – Chiasso 7:4. Bassersdorf – Illnau-Effretikon 6:7.

Rangliste (alle 3 Spiele): 1. Luzern 9 (28:7). 2. Dürnten 9 (24:3). 3. Illnau-Effretikon 9 (16:9). 4. Zug 9 (13:8). 5. Bassersdorf 4 (16:12). 6. Sursee 3 (11:20). 7. Bellinzona 2 (6:8). 8. Seewen 0 (8:18). 9. Küsnacht ZH 0 (6:21). 10. Chiasso 0 (6:28).

Nächste Runde. Samstag: Illnau-Effretikon – Zug (17.00, Eselriet, Effretikon). Seewen – Dürnten (20.15, Zingel). Küsnacht ZH – Sursee (20.15). – Sonntag: Bellinzona – Luzern (16.45, Centro Sportivo).

Luzern – Seewen 8:4 (2:1, 5:2, 1:1)

Eiszentrum. – 150 Zuschauer. – SR Jörg, Fausch. – Tore: 2. Brücker 0:1. 3. Vassanelli (Emanuel Guidon) 1:1. 6. Emanuel Guidon (Burkart, Vassanelli) 2:1. 25. Horat (Lander, Suter) 2:2. 26. Arnold 2:3. 27. Burkart (Emanuel Guidon) 3:3. 28. Burkart 4:3. 35. Spinner (Gogolka) 5:3. 37. Kuster (Zumbach, Peterhans) 6:3. 39. Gianmarco Guidon (Burkart, Vassanelli) 7:3. 50. Achermann 7:4. 55. Emanuel Guidon (Spinner) 8:4.

Zug – Bellinzona 3:2 (1:0, 1:2, 1:0)

Academy-Arena. – 50 Zuschauer. – SR Mattli, Mosberger. – Tore: 20. Rickli (Felder, Blaser) 1:0. 31. Joss (Eisenegger) 2:0. 34. 2:1. 36. 2:2. 43. Diener (Tedesco, Marti) 3:2.

Sursee – Chiasso 7:4 (1:0, 4:2, 2:2)

Eishalle. – 100 Zuschauer. – SR Müller, Gasser. – Tore: 9. Matter (Martschini, Koalick) 1:0. 22. Matter (Presheva) 2:0. 22. Martschini (Presheva, Matter) 3:0. 25. Schmerda (Schnyder) 4:0. 36. Presheva (Koalick) 5:0. 36. 5:1. 39. 5:2. 42. Matter (Koalick) 6:2. 51. 6:3. 51. Presheva 7:3. 52. 7:4.

Stürmer beim HC Luzern


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