Wenn aus Freizeitsport Ernst wird

SPEEDBADMINTON ⋅ Seit einigen Jahren wird in Luzern diese Sportart gespielt – eine Kombination von Badminton, Squash und Tennis. Eine Randsportart in den Anfängen.
13. Juni 2017, 00:00

Simon Wespi

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Im Jahre 2011 wurde eine neue Sportart in Luzern ins Leben gerufen: Speedbadminton – ein technisch anspruchsvolles Spiel aus einer Kombination verschiedener Sportarten, das bisher nur wenig Bekanntheit erlangte.

Speedbadminton verbindet Elemente der Sportarten Badminton, Squash und Tennis. «Es ist eine enorm schnelle und technisch anspruchsvolle Sportart», sagt Stefan Zedi, Präsident des Speed Badminton Club Luzern. Speedbadminton wird, im Einzel wie auch im Doppel, in zwei Quadraten gespielt, die in einer Distanz von zwölf Metern einander gegenüberliegen. Ein Netz ist nicht vorhanden. Eine Partie geht auf 16 Punkte und zwei Gewinnsätze. Gespielt wird diese Sportart meistens in einer Halle, kann aber auch problemlos im Freien ausgeübt werden.

«Mich fasziniert dieser Sport, weil er sehr taktisch ist», so Stefan Zedi. Die Spieler benötigen einen Schläger, der jenem im Squash ähnelt. Alle Schläger haben eine Länge von 58 bis 60 cm und variieren in Material und Bespannung. Gespielt wird nicht mit herkömmlichen Kunststoffbällchen, sondern mit sogenannten Speedern. Diese weisen ein höheres Gewicht auf und können somit auch bei etwas stärkerem Wind geschlagen werden.

Am vergangenen Wochenende fand das Luzern Open statt, das durch den Speed Badminton Club Luzern organisiert wurde. Das Turnier war besetzt mit Spielern aus der ganzen Schweiz. Mit von der Partie waren auch die aktuellen Schweizer Meister. Gespielt wurde in sechs Kategorien: Männer aktive, Frauen aktive, Seniorinnen +35, Senioren +40 sowie Junioren U18 Mädchen und Knaben und U14 Mädchen und Knaben.

Der Speed Badminton Club Luzern zählt derzeit 15 aktive Mitglieder. «Der Bekanntheitsgrad dieser Randsportart hält sich in Grenzen, wir würden uns über Mitgliederzuwachs sehr freuen», sagt Stefan Zedi.

Luzern Open

Männer: 1. Stefan Zedi (Luzern). 2. Michel Buess (Aarau). 3. Emanuel Meier (Rheintal Speeders) und Martin Schenker (Grischa Speeders). 5. Nico Korner (Luzern). 5. Christian Vogel (Basel).

Frauen: 1. Regina Ströbel (Bonländer Speeders/GER). 2. Claudine Boyer (Luzern). 3. Nadine Herzog (Jumping Speeders Basel) und Ilva Gerber (Speeders Zürich).

Senioren 40+: 1. Marco LoPresti (Linth Speeders). 2. Andreas Funk (Linth Speeders). 3. Edi Niedhart (Rheintal Speeders) und Nikola Gojkovic (Speeders Zürich).

Hinweis

Link zum Youtube-Video: bit.ly/2tcNVum


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