Zwei Zugerinnen auf dem Sprung ins Rampenlicht

EISHOCKEY ⋅ Rahel Enzlers Chancen auf ein Olympia-Ticket steigen, derweil Noemi Ryhner um ihre Teilnahme an der U18-WM im Januar in Russland bangt. Für die Baarerin wird es ein Wettlauf mit der Zeit.
28. November 2017, 00:00

Mit einer Top-Leistung am U18-Vierländerturnier im November in Asiago – 18 Skorerpunkte, davon 8 Tore in drei Spielen – und einem Top-10-Platz in der Skorerliste der Swiss Women’s Hockey League hat sich die 17-jährige Rahel Enzler aus Unterägeri ein Aufgebot für das zweitletzte Vorbereitungsturnier auf die Olympischen Spiele im Februar 2018 in Pyeongchang verdient. Die Zuger Nationaltrainerin Daniela Diaz würdigt damit die klare Leistungssteigerung Enzlers seit August, als sie letztmals im Aufgebot der A-Nati stand. Die Zugerin in Diensten des SC Reinach sieht sich in ihren Leistungen bestätigt: «Ich werde versuchen, die Chance zu nutzen», sagt sie. Doch vor dem Turnier Mitte Dezember mit den Spielen gegen Tschechien, Norwegen und Frankreich hat sie sich noch einige kurzfristige, persönliche Teilziele gesteckt und will zudem «auch noch ein Brikett drauflegen».

Enzler gehört in der U18-Nati zu den Teamstützen. Für sie ist es selbstverständlich, dass «ich auch bei einem allfälligen Olympia-Aufgebot Anfang Januar an der U18-WM Vollgas geben werde. Es wird meine vierte und letzte U18-WM sein, das motiviert zusätzlich.» Für sie sei es immer eine zusätzliche Motivation «mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust zu spielen». Sie versuche, egal in welcher Mannschaft, immer ans Limit zu gehen.

Ans Limit geht zurzeit auch ihre gleichaltrige Teamkollegin Noemi Ryhner, die eigentlich auch für den SC Reinach spielen sollte. Für sie werden die kommenden Wochen vor der U18-WM zu einem Wettlauf mit der Zeit. Sie steht in der letzten Phase ihrer Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss, den sie sich im Mai am Swiss-Olympic-Talenttreff in Tenero bei einem Unihockey-Vergleich mit der U17-Unihockey-Nati zugezogen hatte. «Ich trainiere sechsmal die Woche, fühle mich eigentlich bereit, aber das definitive OK meines Arztes zur Rückkehr aufs Eis steht noch aus. Ich bin aber zuversichtlich, dass es reichen wird.» U18-Nationaltrainer Steve Huard hat für die Stürmerin aus Baar einen Platz im Team reserviert. «Sie ist mit ihrer positiven Arbeitseinstellung und ihrer Leistungsbereitschaft ein wichtiger Bestandteil unseres Teams. Sie kann eine Mannschaft auf und neben dem Eis mit ihrem Vorbild und ihrer positiven Einstellung führen.» Die U18 wird in Dmitrow (RUS) in der unteren Gruppe der Top-Division vom 6. bis 13. Januar 2018 auf Finnland, Tschechien und Aufsteiger Deutschland treffen.

Daniel Monnin

regionalsport@luzernerzeitung.ch


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