Architekten wollen Abriss verhindern

11. Juli 2017, 00:00

Tribschen Das 1933 von Carl Mossdorf erbaute Gewerbegebäude im Luzerner Tribschenquartier soll erhalten bleiben. Dies fordern Architekten und diverse Organisationen aus den Bereichen Architektur und Heimatschutz in einer Petition. Sie richtet sich an den Stadtrat, den Kanton und die CSS-Versicherung als Eigentümerin des Gewerbegebäudes. Die CSS plant, das Haus abzureissen und ihren Hauptsitz durch einen Neubau zu erweitern (wir berichteten).

Derzeit ist unklar, ob das Gewerbegebäude vom Kanton unter Schutz gestellt wird. Ein neues Fachgutachten kommt zum Schluss, dass es sich um ein Objekt «von mindestens in Teilen nationaler Bedeutung handelt». Dies schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf ein SVP-Postulat. Die Partei hatte gefordert, dass sich die Stadt beim Kanton dafür einsetzt, dass das Gebäude abgerissen werden darf. Das Postulat wurde am 29. Juni vom Stadtparlament überwiesen. Die Mehrheit der Parlamentarier wollte das CSS-Ausbauprojekt nicht gefährden, das über 500 neue Arbeitsplätze verspricht. Für den Fall, dass das Projekt nicht umgesetzt werden kann, hatte der Krankenversicherer sogar mit Wegzug gedroht. Ursprünglich hatte die CSS zwar eine Integration des Gewerbegebäudes in ein Neubauprojekt geprüft, diese Pläne jedoch aus wirtschaftlichen Gründen verworfen.

Die aktuelle Petition ist übrigens nicht der erste Anlauf zur Rettung des Gewerbegebäudes. Bereits 2002 wurde eine Petition eingereicht. Der Stadtrat lehnte diese jedoch ab.

Mehr Informationen zur Petition auf der Seite www.gewerbegebaeude.ch (std)


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